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MAUTHAUSEN. Die SPÖ Bezirk Perg macht mit einer Plakataktion an der B3 und mit Verteilaktionen im ganzen Bezirk weiter auf die 60-Stunden-Woche aufmerksam. 

(v.l.) Alois Trauner, Gerti Jahn, Sabine Schatz, Walter Hofstätter und Thomas Punkenhofer Foto: SPÖ Bezirk Perg

Es geht um Arbeitszeitverlängerung durch die Hintertür, um Gesundheitsgefährdung und um Lohnraub. Und das alles bei systematischer Ausschaltung der Arbeitnehmervertretung. „Die haben nämlich jetzt gar nichts mehr zu melden. Der Chef kann die Überstunden einfach diktieren, ohne Betriebsrat, arbeitsmedizinisches Gutachten oder Betriebsvereinbarung. Wer sich weigert, riskiert die Kündigung“, kritisiert SPÖ Bezirksvorsitzender Thomas Punkenhofer. „Das ist zweifellos die massivste Verschlechterung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seit Bestehen der Zweiten Republik – und dagegen werden wir kämpfen!“, bringt es Punkenhofer auf den Punkt.

Österreichweite Aktion

Die SPÖ macht österreichweit mit einer großangelegten Kampagne und verschiedenen Aktionen gegen den schwarz-blauen Sozialabbau mobil. „Vorläufiger Höhepunkt war die Großdemo am Samstag in Wien“, sagt Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz. Aber auch im Bezirk Perg wurde und wird die Bevölkerung bei Verteil-Aktion informiert. „Die Menschen sind sehr verärgert. Vor allem das Drüberfahren und die Fehlinformationen werden kritisiert“, sagt Schatz.

„Schon jetzt wird jede fünfte geleistete Überstunde nicht bezahlt. Durch die 60-Stunden-Woche werden viele Arbeitnehmer komplett um ihre Überstundenzuschläge gebracht“, warnt der SPÖ Bezirksvorsitzende Thomas Punkenhofer. 

Neben diesem Lohnraub an den ArbeitnehmerInnen erschwert die Ausweitung der Höchstarbeitszeit massiv die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Was bedeutet die 60-Stunden-Woche für Familien? Reden wir Klartext: Die Hausübungen, der Kindergeburtstag, die Schulaufführung, das Match in der Schülerliga finden ohne Mama und Papa statt. Die müssen nämlich arbeiten. Anstatt am Leben der Kinder teilzuhaben, wird wegen Kurz und Strache bis zum Umfallen gehackelt“, so die Bezirksfrauenvorsitzende Sabine Schatz.

Dazu kommt der Raubbau an der Gesundheit. „Da gibt es ganz klare Fakten. Ab der 9. Arbeitsstunde nimmt nicht nur die Leistungsfähigkeit ab, sondern auch die Unfallgefahr zu. In der 12. Arbeitsstunde liegt das Verletzungsrisiko um 70 Prozent höher. Die Menschen sind erschöpft. Und dann fahren sie mit ihrem Auto nach Hause – die meisten sind sich der Gefahr gar nicht bewusst“, sagt Punkenhofer. Bei der Heimfahrt in der 13. Stunde liegt das Verkehrsunfallrisiko nämlich bei fast dem Fünffachen. „Das ist als würde man mit 0,8 Promille Auto fahren!“, erklärt der Abgeordnete.


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