Fokus des Symposiums: Kinderrechte sind Menschenrechte
MAUTHAUSEN. Vier Tage lang, von 8. bis 11. November, setzten sich rund 700 Teilnehmer und Besucher beim 2. Internationalen Symposium für Menschenrechte in besonderer Weise mit der Würde des Menschen auseinander.

„Das Interesse an unserem diesjährigen Symposium zu den Themen Kinderrechte und Flucht war enorm. Die Veranstaltungen und Ausstellungen, Workshops und Rundgänge mit Zeitzeugen an historischen Schauplätzen des NS-Terrors waren äußerst gut besucht“, freut sich Andrea Wahl, Geschäftsführerin der Bewusstseinsregion, bei der alle Fäden von der Vorbereitung bis zur Umsetzung zusammenliefen.
Musikalischer Abend
Auf die aktuelle Bedrohung der Menschenrechte wurde wiederholt hingewiesen. Am Gedenktag zu den November-Pogromen von 1938 fand ein Konzert mit jüdischer Musik von Timna Brauer und Elias Meiri statt. Mauthausens Bürgermeister Thomas Punkenhofer wies in diesem Zusammenhang deutlich auf die Notwendigkeit hin, nach vorne zu blicken: „Wir wollen nicht nur gedenken, sondern uns erheben, wo Unrecht geschieht“. Die Wanderausstellung „Kindern eine Stimme geben“, über das Leben und Wirken des legendären polnischen Arztes Janusz Korzak zeigte, wie selbstbestimmte Erziehung bereits vor 100 Jahren in einem Kinderheim gelingen konnte.
Abschluss und öffentlichkeitswirksame Aktion
Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes sichert jedem Kind Schutz, Förderung und Teilhabe zu. „Es ist unsere Aufgabe, diese Rechte allen Kindern zu gewähren“, sagte Sabine Schatz, Abg. zum Nationalrat in ihrem Statement vor dem Donausaal anlässlich der Abschlussaktion zur Erinnerung an alle – Kinder und Erwachsene, die auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken sind. Die Symposium-Schlusserklärung soll nun vor dem EU-Parlament präsentiert werden.


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