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Online Redaktion, 19.02.2020 12:05

NÖ. Die niederösterreichischen Jäger haben im abgelaufenen Jahr 29.550 Wildschweine erlegt. Damit wurde der Abschuss im Vergleich zu 2018 um 47 Prozent erhöht. Gründe sind ein erhöhter Wildschweinbestand sowie die sich ausbreitende Schweinepest.

Foto: Martin Prochazkacz/Shutterstock.com
Foto: Martin Prochazkacz/Shutterstock.com

Die Wildschweinbestände in Niederösterreich haben sich aufgrund der guten Nahrungs- und Witterungsverhältnisse stark erhöht. „Diese Zunahme ist in Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest (ASP), die sich in Ost- und Nordeuropa ausbreitet und bereits erste Nachbarländer Österreichs erreicht hat, problematisch“, so der NÖ Jagdverband. Sollte die ASP auch Österreich erreichen, kann sie sich bei einer hohen Wildschweinpopulation rascher ausbreiten. „Dementsprechend hat sich die präventive Reduktion der Bestände als eine von vielen Maßnahmen besonders bewährt“, erklärt die Jägerschaft. Die niederösterreichischen Jäger haben die Wildschweinbejagung im vergangenen Jahr intensiviert und 29.550 Wildschweine erlegt. Damit wurde der Abschuss im Vergleich zu 2018 um 47 Prozent erhöht. Durch die Reduktion der Bestände würde gegebenenfalls ein rasches Ausbreiten der Seuche verhindert und etwaige Schäden in der Schweinezucht minimiert werden.

Für Menschen ungefährlich

Die Schweinepest ist – wenngleich für den Menschen ungefährlich – auf Hausschweine übertragbar und stellt daher für die heimische Schweinezucht eine Gefahr dar. Die wachsende Schwarzwild-Population durch günstige Witterungsverhältnisse und Ernährungsbedingungen erhöht dabei das Risiko einer Ausbreitung der Seuche. Wildschweine zählen zu den sogenannten „income-breeders“. Das bedeutet, je größer das Äsungsangebot, desto mehr Nachwuchs gibt es. Seit Januar 2020 ist in Niederösterreich der Einsatz von Nachtzielgeräten für die Bejagung von Wildschweinen erlaubt. 


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