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MINING. Gabriel Romberger wurde das Talent zum Musizieren in die Wiege gelegt. Der gebürtige Mininger ist heute ein aufstrebender Pianist und Komponist, der sich nicht nur auf eine Musikrichtung versteift. Der 23-Jährige hat bereits einige Auszeichnungen sowie ein abgeschlossenes Musikstudium in der Tasche. Im Interview erzählt Romberger von seinen musikalischen Anfängen, seinen Zukunftsvisionen und verrät, mit welchen Instrumenten sogar er scheitert.

Gabriel Romberger ist ein aufstrebender Jungkomponist aus Mining.
Gabriel Romberger ist ein aufstrebender Jungkomponist aus Mining.

Tips: Wann machte sich Ihr musikalisches Talent bemerkbar?

Romberger: Als ich fünf oder sechs Jahre alt war, passten meine Großeltern auf mich auf und wir hörten eine Schallplatte mit Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“. Mein Opa hatte im Arbeitszimmer ein elektrisches Harmonium, auf dem ich probierte, die Melodie nachzuspielen. Natürlich nicht perfekt, aber einzelne Melodieteile waren zu erkennen. So wurden meine Eltern, die eigentlich Nichtmusiker sind, auf mein Talent aufmerksam.

Tips: Wie ging es dann weiter?

Romberger: Zuerst lernte ich Flöte, doch für die Musikschule war ein Jahr Wartezeit. In der Zwischenzeit nahm ich Unterricht für Orgel. In der Musikschule habe ich dann mit Klavier und Orgel weitergemacht. Während der Schulzeit habe ich 2012 am bundesweiten Wettbewerb Prima La Musica teilgenommen und auf beiden Instrumenten den ersten Platz erreicht.

Tips: Im Studium haben Sie sich dann auf Klavier spezialisiert. Was haben Sie studiert?

Romberger: Ich habe ein Doppelstudium am Mozarteum Salzburg absolviert. Das Studium Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Klavier habe ich bereits mit dem Bachelor abgeschlossen. Im Fach Musiktheorie und Komposition lege ich gerade eine Pause ein wegen des Zivildienstes bei der Lebenshilfe Braunau. Ich werde es danach aber in München auch mit dem Bachelor abschließen.

Tips: Wann haben Sie zu komponieren begonnen?

Romberger: Das habe ich als Kind schon immer wieder probiert. Aber bei einer Musikausbildung stehen Technik und Interpretation von Kompositionen meist vor dem selbstständigen Komponieren. Mein Interesse ist trotzdem weiter gewachsen und so habe ich begonnen, Stücke nicht nur für Klavier, sondern auch für Orchester und Chor zu schreiben.

Tips: Aus welchem Grund komponieren Sie eigentlich? Was ist Ihre Inspiration?

Romberger: Die Inspiration nehme ich von überall her. Dann will ich mich ausdrücken und die Musik liegt schon im Ohr. Viele Menschen suchen nach dem Sinn des Lebens, ich habe ihn im Musizieren gefunden. Und mir ist es ein Anliegen, dass Musiker meine Noten kaufen, weil es viel wertvoller ist, Musik selbst zu fühlen, zu interpretieren, anstatt sie nur zu hören.

Tips: Und das tägliche Üben wird Ihnen nie langweilig?

Romberger: Nicht wirklich. Ich spiele viele verschiedene Musikstile, das bietet Abwechslung. Und es gibt eben Leute wie den Fußballer Lionel Messi, wenn der den Ball sieht, muss er spielen. Mir geht es da mit dem Klavier nicht anders. Kurz gesagt, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

Tips: Was war Ihr bisheriger Höhepunkt Ihre eigenen Kompositionen betreffend?

Romberger: Für das Fach Chorleitung an der Universität schrieb ich letztes Jahr zwei Chorstücke, die mit dem Mozarteumschor in Salzburg uraufgeführt wurden. Dabei habe ich selbst dirigiert und ich muss sagen, das war schon ein sehr schönes und emotionales Erlebnis.

Tips: Wäre das auch Ihr Plan für die Zukunft? Musikstücke zu schreiben und zu verkaufen?

Romberger: Meine Zukunftsvision wäre es, als freischaffender Künstler arbeiten zu können. Das zu erreichen ist nicht einfach, aber durch Konzerte und Kompositionsaufträge, die ich laufend annehme, hoffe ich, dieses Ziel eines Tages zu erreichen. Außerdem habe ich vor Kurzem mein erstes Stück verkauft. Eine Frau wurde durch ein Video auf meinem Youtube-Channel auf mich aufmerksam und hat mir die Klaviernoten abgekauft.

Tips: Gibt es etwas, das Sie nicht spielen können?

Romberger: Rein technisch kann ich am Klavier mit viel Übung früher oder später alles spielen. Aber die Geige oder Blasinstrumente machen mir Probleme. Da stelle ich mich an wie der erste Mensch (lacht).


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