Biohort hat das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft
NEUFELDEN. 23 Prozent durchschnittliches Wachstum in den letzten zehn Jahren zeigen deutlich, dass Biohort mit seinen schönen Stauraumlösungen aus Metall auf dem richtigen Weg ist. Und der Zenit ist noch nicht erreicht: Geschäftsführer Josef Priglinger rechnet mit einer Verdreifachung des derzeitigen Umsatzes von 41 Millionen in den nächsten Jahren. Um den dafür nötigen Platz zu schaffen, wird der Standort Pürnstein weiter ausgebaut und ein neues Werk in Herzogsdorf errichtet.

Schon vor einiger Zeit hat Biohort-Chef Josef Priglinger gemeint, dass der Standort Pürnstein ausgereizt sei –und dennoch findet er immer wieder Ausbaumöglichkeiten. Erst im vergangenen Jahr wurde eine neue, 5000 m2 große Lagerhalle eröffnet. 2017 folgt die nächste Stufe: „Wir werden hier in Neufelden das Bürogebäude aufstocken und damit 250 m2 neu schaffen“, verrät der erfolgreiche Unternehmer. Die Pläne liegen im Vorentwurf bereits vor. 2018 geht es dann in Herzogsdorf weiter. Dort werden rund 20 Millionen Euro in eine vollwertige Produktionsstätte investiert, in der vorwiegend kleinere Produkte in Linienfertigung erzeugt werden. Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Verkauf, Rechnungswesen, Planung bleiben in der Zentrale in Pürnstein.
Die Expansion ist auch notwendig. Denn in den letzten zehn Jahren ist Biohort im Durchschnitt um 23 Prozent gewachsen. „2015 hatten wir wie prognostiziert ein Umsatzplus von fast 30 Prozent. 2016 peilen wir 50 Millionen an. Alleine wenn wir in Deutschland und Frankreich den gleichen pro-Kopf-Umsatz wie in Österreich schaffen, würden wir 80 Millionen Euro erreichen“, rechnet Josef Priglinger vor. Das sei auch das Maximum, das in Neufelden möglich sei. Langfristiges Ziel in Europa ist ein Umsatz von 120 Millionen Euro, weshalb in Herzogsdorf gebaut wird. „Dieses Ziel ist realistisch, denn Biohort nimmt den Holzgerätehaus-Herstellern laufend Marktanteile weg. Das Marktvolumen liegt hier bei 600 Millionen Euro“, zeigt der Firmeninhaber auf.
Wichtige Exportmärkte sind neben Frankreich und Skandinavien auch die osteuropäischen Ländern, in denen der Aufbau erst begonnen hat. „Insgesamt ist noch viel Potenzial nach oben“, ist er überzeugt.
Neue Mitarbeiter machen Biohort zum Großbetrieb
Den Grund für den Erfolg sieht Josef Priglinger nicht nur in den Produkten und laufend neuen Produktbereichen, für die der Markt und die Kaufkraft vorhanden sind, sondern auch in den motivierten Mitarbeitern. Alleine im Vorjahr hat Biohort 45 neue Mitarbeiter fest eingestellt, heuer sollen weitere 60 dazukommen. Damit wird das Neufeldner Unternehmen ab 2017 zum Großbetrieb. „Bei den Lehrlingen muss man natürlich immer dahinter sein, aber ich will nicht jammern: Wir haben einen guten Ruf und deshalb auch viele Bewerbungen“, freut sich Priglinger, der selbst als „Schlosserbua aus dem Mühlviertel“ seine berufliche Karriere gestartet hat. Er sieht auch die soziale Verantwortung, die er als Unternehmer trägt: „Bei 200 Mitarbeitern hängen viele Familien dran.“


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