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NEUZEUG. Auch wenn das Christkind trotz größter Bemühungen nicht das Richtige unter den Baum gelegt hat, können missglückte Weihnachtsgeschenke noch ihren Zweck erfüllen.

Für den 22-jährigen Christos wird ein Diktiergerät gesucht. Foto: Trompeter
Für den 22-jährigen Christos wird ein Diktiergerät gesucht. Foto: Trompeter

„Anstatt es liegen zu lassen oder umzutauschen, kann man es auch für einen guten Zweck spenden und damit einem Mensch in Not helfen. Beide, Spender und Empfänger, können sich freuen und glücklich darüber sein“, sagt der Neuzeuger Jorgos Trompeter. Er sammelt solche Weihnachtsgeschenke und bringt sie mit einem Hilfstransport nach Griechenland, um sie dort an bedürftige Familien mit Kindern zu verteilen.

Hilfe in drei Städten

Angesteuert werden die nordgriechische Kleinstadt Chrysoupolis, die Hauptstadt Athen und Koroni, 50 Kilometer südlich von Kalamata. „Darüber hinaus suchen wir auch dringend Babynahrung, haltbare Lebensmittel, Windeln, Schulsachen, Pflegemittel, eine Nähmaschine, Rollstühle oder Handtücher“, erzählt Trompeter, der zwei ganz besondere Herzensanliegen hat.

Augensteuerung für Anastasios

Der 22-jährige Anastasios lebt seit dem er ein Kleinkind ist in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Süden von Athen. Er hat keinen Kontakt zu seiner Familie und verbringt seinen Tag mit den Krankenschwestern, den anderen Bewohnern der Einrichtung und Freiwilligen, die zu Freunden geworden sind. Anastasios ist mit einer spastischen Tetraparese zur Welt gekommen und kommuniziert mit den Augen. „Eine Augensteuerung würde für Anastasios einen ganz neuen Lebensraum öffnen und einen sehr großen Mehrwert seiner Lebensqualität bedeuten“, sagt Trompeter.

Diktiergerät für Christos

Das zweite Herzensanliegen ist ein Diktiergerät für den ebenfalls 22 Jahre alten Christos, der mit einer Neuralohrfehlbildung auf die Welt gekommen ist. Auch er hat keinen Kontakt zu seiner Familie, geht auf eine Sonderschule und verbringt seinen Tag auf die selbe Weise wie Anastasios. Christos hat viele Ideen, aber Schwierigkeiten beim Schreiben und auf einem Computer zu tippen. Ein Diktiergerät wäre die Brücke, sich in der Gesellschaft auszudrücken und seine Meinung und Gefühle schriftlich zum Ausdruck zu bringen. „Ich verbürge mich dafür, dass alles dort ankommt, wo es dringend benötigt wird“ verspricht Trompeter.

Tips-Leser die helfen möchten, können sich direkt bei Jorgos Trompeter unter Tel. 0680/2356778 melden.


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