Niederösterreich: Gmünd investiert rund 12 Millionen Euro in Hochwasserschutz
GMÜND. Gmünd rüstet sich gegen Hochwasser. Rund 160 Menschen, 50 Gebäude und wichtige Infrastruktur entlang der Lainsitz und des Braunaubachs sind künftig besser geschützt.

Laut dem Land Niederösterreich sorgt der neue Hochwasserschutz dafür, dass Schäden von bis zu 25 Millionen Euro verhindert werden können. Schon beim Jahrhunderthochwasser 2024 zeigte sich, dass der teilweise fertiggestellte Schutz wirksam ist.
Maßnahmen im Überblick
Die Hochwasserschutzanlage erstreckt sich über zwei Kilometer und kombiniert Mauern, Dämme und Geländeanpassungen. An kritischen Stellen können mobile Elemente im Hochwasserfall eingeschoben werden. Zusätzlich wurde für die Bürger ein Aufenthaltsplatz mit Blick auf das Wasser geschaffen.
Finanzierung von Land, Bund und Stadt
Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 12,2 Millionen Euro. Dabei trägt das Land Niederösterreich rund 4,65 Millionen Euro bei, ebenso der Bund. Die Stadt Gmünd steuert etwa 2,9 Millionen Euro bei.
Landesweites Hochwasserschutzprogramm
Der Hochwasserschutz in Gmünd ist Teil eines umfangreichen Programms in Niederösterreich. Seit 2002 wurden rund 800 Projekte umgesetzt, die mehr als 300 Gemeinden besser schützen. Laut dem Land Niederösterreich setzt der Hochwasserschutz auf eine Mischung aus Dämmen, Mauern, mobilen Elementen und Wasserrückhalt. Ein Drittel der Mittel fließt künftig in Projekte, die den Flüssen wieder mehr Raum geben. Aktuell sind etwa 30 Projekte im Bau, darunter in Wöllersdorf-Steinabrückl, St. Andrä-Wördern und Krems.
Jahrhunderthochwasser 2024 in Niederösterreich
Zwischen dem 13. und 20. September 2024 führte außergewöhnlich starker Regen zu einem Hochwasserereignis, das nahezu das gesamte Land Niederösterreich betraf. In einigen Regionen fielen innerhalb von fünf Tagen zwischen 200 und 500 Millimeter Niederschlag.

