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Koralmbahn-Ära startet: Fahrplanrevolution verbindet Steiermark und Kärnten in Rekordzeit

Tips LogoThomas Leitner, 07.10.2025 17:15

STEIERMARK. Mit der Koralmbahn beginnt eine neue Ära im Bahnverkehr. Die ÖBB präsentierten heute den neuen Fahrplan, der kürzere Fahrzeiten, mehr Verbindungen und ein völlig neues Interregio-Netz für die Steiermark bringt. Tickets sind ab sofort erhältlich.

Landeshauptmann Mario Kunasek, ÖBB-CEO Andreas Matthä und NAbg. Wolfgang Moitzi präsentierten den neuen Fahrplan. (v.l.) (Foto: Land Steiermark/Streibl)

Die Inbetriebnahme der Koralmbahn markiert einen Meilenstein für den Bahnverkehr in Österreich und insbesondere in der Steiermark. ÖBB-CEO Andreas Matthä präsentierte gemeinsam mit Landeshauptmann Mario Kunasek und dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Nationalrates, Wolfgang Moitzi, am Hauptbahnhof Graz die umfassenden Neuerungen des Fahrplans. Die Einführung eines komplett neuen Interregio-Netzes verspricht massive Verbesserungen für Pendler, Reisende und die heimische Wirtschaft gleichermaßen. Landeshauptmann Kunasek betonte die Rolle der Koralmbahn als „infrastruktureller Booster“ für die gesamte Region. Als Teil der bedeutenden Baltisch-Adriatischen Achse werde die Steiermark nun zum pulsierenden Zentrum eines modernen Verkehrsnetzes, was auch dem Tourismus und den Betrieben helfen werde, neue Märkte zu erschließen.

Rekordzeiten und dichtere Takte 

Die beeindruckend kurzen Fahrzeiten sind ein zentrales Verkaufsargument. Die schnellsten Züge, die Railjet Xpress, sollen künftig Graz und Klagenfurt in lediglich 41 Minuten verbinden, was die Bahn zur ersten Wahl für Reisen in den Süden machen soll. CEO Matthä freute sich, mitteilen zu können, dass die Tickets für diese neuen Verbindungen bereits ab heute, dem 6. Oktober 2025, im Vorverkauf verfügbar sind. Parallel zur Fahrzeitverkürzung steigt die Anzahl der täglichen Verbindungen drastisch an. Künftig geht es 33-mal täglich von Wien nach Graz – eine deutliche Steigerung gegenüber den bisherigen 18 Verbindungen. Noch signifikanter ist der Zuwachs zwischen Graz und Klagenfurt: Hier fahren die ÖBB künftig 29-mal pro Tag, während die Strecke bisher nur achtmal täglich per Bus bedient wurde. Das Unternehmen spricht vom größten Taktangebot im Süden Österreichs. Auch die Tauernbahn erfährt durch die Koralmbahn einen Aufschwung, indem siebenmal täglich eine Verbindung von Graz über Klagenfurt nach Salzburg und weiter nach Deutschland entsteht. Zudem wird das internationale Angebot attraktiver durch schnellere Direktverbindungen nach Italien, beispielsweise mit dem RJX nach Udine, Triest und Venedig.

Modernisierung im Regional- und Fernverkehr 

Mit der Eröffnung der Koralmbahn wird ab dem 14. Dezember auch der inneralpine Bahnverkehr grundlegend erneuert. Neue Interregio-Züge (IR) werden im Stunden- beziehungsweise Zwei-Stunden-Takt verkehren, beispielsweise zwischen Graz und Linz (IR Pyhrn), Graz und Innsbruck (IR Ennstal), Graz und Maribor (IR Mur-Drau) sowie Graz und Klagenfurt (IR Aichfeld). Auf den neuen Linien kommen 27 neue, barrierefreie Interregio-Triebzüge zum Einsatz, die den Komfort für die Reisenden erhöhen sollen. Diese Züge sind mit einem 1. Klasse-Bereich und einer Snack-Zone inklusive Trolley-Service ausgestattet. Im Nahverkehr profitieren die Fahrgäste ebenfalls: Die bisherigen Linien S1, S5 und S9 werden zur neuen S1 (Mürzzuschlag – Bruck/Mur – Spielfeld) zusammengeführt, was durchgehende, umsteigefreie Verbindungen vom Norden in den Süden schafft. Zwischen Leibnitz und Frohnleiten fährt die S-Bahn sogar halbstündlich, auch am Wochenende. Die Kombination aus IR und Nahverkehr verdichtet die Fahrpläne auf den Linien S1, S8 und R9 zusätzlich. Die Verlängerung der Züge der Salzkammergutbahn bis nach Selzthal bringt weitere Verbesserungen im steirischen Nahverkehrsnetz.


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