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Schockierende Bilanz: Zahl der Verkehrstoten in Oberösterreich massiv gestiegen

Tips LogoThomas Leitner, 27.10.2025 15:40

ÖSTERREICH. Der Arbö setzt zu Allerheiligen ein mahnendes Zeichen. Mit weißen Kreuzen gedenkt der Club der im Straßenverkehr tödlich verunglückten Menschen und warnt eindringlich vor den aktuellen Gefahren. Die Statistik zeigt dabei einen besorgniserregenden Anstieg der Opferzahlen.

Weiße Kreuze zum Gedenken an die Verunglückten (Foto: ARBÖ)
Weiße Kreuze zum Gedenken an die Verunglückten (Foto: ARBÖ)

Der Automobil-, Motorrad- und Radfahrerbund Österreichs, kurz ARBÖ, nutzt die Tage rund um Allerseelen und Allerheiligen traditionell, um mit seiner „Weiße Kreuze“-Aktion im Bundesland Oberösterreich der Menschen zu gedenken, die auf den Straßen ihr Leben verloren haben. Diese jahrzehntelange Aktion ist dabei nicht nur ein Akt der Erinnerung, sondern vor allem ein dringlicher Appell an alle Verkehrsteilnehmer, ihr Fahrverhalten kritisch zu hinterfragen und im Herbst besonders vorsichtig zu sein. Die Witterungsbedingungen mit oft rutschigen Fahrbahnen, Nebel und schlechteren Sichtverhältnissen erfordern ohnehin höchste Aufmerksamkeit und eine angepasste Geschwindigkeit.

Besorgniserregender Negativtrend bei den Unfallzahlen

Landesgeschäftsführer Thomas Harruk betont die Notwendigkeit, das Tempo anzupassen, aufmerksam und auf Sicht zu fahren. Er mahnt zudem eindringlich, während der Fahrt das Handy in der Tasche zu lassen und das Hantieren mit dem Bordcomputer auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren.

Die aktuelle Unfallstatistik der OÖ Landesregierung unterstreicht die Dringlichkeit dieser Mahnungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Verkehrstoten in Oberösterreich um alarmierende zehn Prozent gestiegen. Bis zum 19. Oktober 2025 kamen auf Oberösterreichs Straßen 64 Menschen ums Leben, während es im Vergleichszeitraum des Jahres 2024 noch 58 Opfer waren. Besonders dramatisch ist der Negativtrend bei den Zweiradfahrern, also den Nutzern von Motorrädern, Mopeds und E-Bikes.

Die Hauptursachen für die tödlichen Verkehrsunfälle sind dabei klar definiert. Mit 32 Prozent führt die Kategorie Vorrangverletzung und Rotlichtmissachtung die traurige Statistik an, dicht gefolgt von Unachtsamkeit und Ablenkung, die für 31 Prozent der tödlichen Unfälle verantwortlich sind. Nichtangepasste Geschwindigkeit rangiert mit zehn Prozent auf dem dritten Platz der Unfallursachen.

Bundesländer im Vergleich

Im Bundesländervergleich ist Oberösterreich nach Niederösterreich, das mit 94 Verkehrstoten der traurige Spitzenreiter ist, das am zweitstärksten betroffene Bundesland in Österreich, gefolgt von der Steiermark mit 50 Todesopfern. Auch bundesweit ist ein deutlicher Anstieg der Opferzahlen zu verzeichnen. Bis Mitte Oktober 2025 starben 332 Menschen auf Österreichs Straßen, was ebenfalls einem Anstieg von rund zehn Prozent im Vergleich zu den 297 Toten des Vorjahres entspricht.

Die meisten Menschen starben in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen und Eferding mit zusammen sieben Opfern. Die Bezirke Braunau, Linz-Land und Wels-Land verzeichneten je sechs Verkehrstote, während in den Bezirken Gmunden, Kirchdorf, Perg, Urfahr-Umgebung und Vöcklabruck je fünf Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen.

Engagierte Funktionäre und Mitarbeiter des ARBÖ stellen rund um Allerheiligen etwa 100 weiße Kreuze mit der Inschrift „Wir gedenken und mahnen“ an den Straßenrändern jener Stellen auf, an denen sich besonders schwere oder viele Unfälle ereignet haben.


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