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Lawinen-Alarm in Italien: Tenda-Tunnel zwischen Italien und Frankreich wegen meterhohem Neuschnee gesperrt

Tips LogoThomas Leitner, 29.12.2025 14:52

ITALIEN. Meterhoher Neuschnee und extreme Lawinengefahr legen eine wichtige Alpenverbindung lahm: Der Tenda-Tunnel zwischen Italien und Frankreich ist auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Chaos wegen meterhohem Neuschnee in Italien (Foto: weyo/adobe.stock)
Chaos wegen meterhohem Neuschnee in Italien (Foto: weyo/adobe.stock)

Extreme Schneefälle haben die Lage in den Alpen dramatisch zugespitzt. Besonders der Nordwesten Italiens versank rund um Weihnachten regelrecht im Schnee. Die Folgen sind massiv: Straßensperren, Verkehrschaos und akute Lawinengefahr in mehreren Regionen.

Besonders betroffen ist das italienische Piemont. In zahlreichen Skigebieten wurden außergewöhnliche Neuschneemengen gemessen. Laut der Umweltagentur Arpa Piemonte fielen allein in Prato Nevoso mehr als drei Meter Schnee auf rund 1.600 Metern Seehöhe. Damit gilt der Ort aktuell als schneereichste Skistation Europas. Auch in Limone, Bobbio Pellice, Pragelato und Bardonecchia wurden teils historische Werte registriert.

Zentrale Alpenverbindung dicht

Die enormen Schneemassen entwickelten sich rasch zu einem Sicherheitsrisiko. Wegen erheblicher Lawinengefahr wurde der Tenda-Tunnel bei Cuneo, eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Italien und Frankreich, in beide Richtungen gesperrt. Die Sperre gilt laut italienischen Medien auf unbestimmte Zeit und soll erst aufgehoben werden, wenn die volle Sicherheit für den Verkehr gewährleistet ist. Auch der Grenzübergang Colle della Maddalena musste geschlossen werden.

Rund um Heiligabend sank die Schneefallgrenze teils auf 500 bis 700 Meter. In höheren Lagen wurde zwischenzeitlich Lawinenwarnstufe 4 von 5 ausgerufen. Erst nach den Feiertagen zeichnete sich laut Arpa Piemonte eine leichte Wetterberuhigung ab.

Chaos in Skigebieten und Orten

Der außergewöhnliche Schneereichtum lockte zahlreiche Wintersportler an, sorgte aber auch für massive Probleme. Rund um Prato Nevoso kam es zu überfüllten Parkplätzen und langen Staus. Um die Lage zu entschärfen, sperrten die Provinz Cuneo und die Gemeinde Frabosa Sottana zeitweise Zufahrtsstraßen. Anreisen waren nur eingeschränkt möglich.

Auch in den Ortschaften selbst war die Lage angespannt. In Valdieri rief Bürgermeister Guido Giordana die Bevölkerung dazu auf, Fahrzeuge von Hauptstraßen zu entfernen, um Schneeräumungen zu ermöglichen. Viele Einwohner beteiligten sich laut lokalen Medien aktiv an den Aufräumarbeiten. Die Behörden warnen weiterhin eindringlich vor Touren abseits gesicherter Routen.


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