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Familienvater seit 53 Jahren vermisst: Taucher findet Knochen im Gardasee

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 26.02.2026 11:52

TREMOSINE SUL GARDA. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach einem schweren Verkehrsunfall am Gardasee könnte ein Knochenfund endlich Gewissheit bringen. Ein Familienvater wird seither vermisst, nun sind in der Nähe der damaligen Unglücksstelle menschliche Knochen entdeckt worden.

Symbolbild: EyesTravelling/stock.adobe.com
Symbolbild: EyesTravelling/stock.adobe.com

Die gefundenen Knochen könnten zu jenem Familienvater gehören, der seit 1973 als vermisst gilt.

Tragödie im Jahr 1973

In der Nacht im Jahr 1973 kam es auf der Gardesana-Straße am Westufer des Gardasees zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Ein Lastwagen war in einen Frontalzusammenstoß verwickelt. In der Folge durchbrach das Fahrzeug die Leitplanke und stürzte in die Tiefe des Sees. Drei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Zwei Opfer konnten geborgen werden. Doch einer der Beteiligten, ein 37-jähriger Vater von drei Kindern, blieb verschwunden. Sein Körper wurde trotz umfangreicher Suchmaßnahmen nie gefunden.

Suche wurde eingestellt

Der Gardasee ist an vielen Stellen mehrere hundert Meter tief. Strömungen, schwierige Sichtverhältnisse und die technischen Möglichkeiten der 1970er-Jahre erschwerten die Bergungsarbeiten erheblich. Nach intensiven, aber erfolglosen Suchaktionen wurde die Suche schließlich eingestellt. Für die Angehörigen begann eine jahrzehntelange Phase der Ungewissheit. Ohne Leichnam, ohne Grabstätte, ohne abschließende Gewissheit.

Knochen nahe der Unglücksstelle gefunden

Nun sorgt ein aktueller Fund für neue Bewegung in dem alten Vermisstenfall. Taucher entdeckten in der Nähe der damaligen Unfallstelle menschliche Knochen. Der Fundort liegt in jenem Bereich des Sees, in dem der Lastwagen 1973 versank. Die Überreste sollen nun geborgen und forensisch untersucht werden. Ziel ist es, die Identität zweifelsfrei zu klären. Dabei spielt insbesondere eine DNA-Analyse eine entscheidende Rolle.

Moderne Technik bringt neue Hoffnung

Fortschritte in der Unterwasserortung und in der forensischen Identifizierung erhöhen die Chancen, auch nach Jahrzehnten noch Klarheit zu schaffen. Ob es sich bei den gefundenen Knochen tatsächlich um die sterblichen Überreste des vermissten Familienvaters handelt, müssen die kommenden Untersuchungen zeigen.  


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