Leichenteile in der Donau gefunden: Möglicherweise vermisster Mann (22)
DILLINGEN. In der Donau zwischen Dillingen und Steinheim sind sterbliche Überreste entdeckt worden, die möglicherweise zu einem seit 2024 vermissten Feuerwehrmann gehören.

Der 22-Jährige war während eines Hochwassereinsatzes im Landkreis Günzburg verschwunden. Die Identität der gefundenen Leichenteile soll nun durch eine DNA-Untersuchung geklärt werden.
Fund bei Vermessungsarbeiten
Berichten zufolge wurden die Überreste bei Vermessungsarbeiten entlang der Donau entdeckt. Auffällig war, dass sich die Leichenteile in einer Feuerwehrhose befanden. Aufgrund dieses Funddetails prüfen die Ermittler einen möglichen Zusammenhang mit einem Vermisstenfall aus dem Jahr 2024. Nach dem Fund wurden sofort Ermittlungen eingeleitet. Die Polizeipräsidien Augsburg und Kempten arbeiten gemeinsam an der Identifizierung. Parallel zu den rechtsmedizinischen Untersuchungen läuft eine DNA-Analyse, die endgültig klären soll, um wen es sich bei den Überresten handelt.
Feuerwehrmann seit Hochwasser 2024 vermisst
Der mögliche Zusammenhang führt zu einem Unglück während des schweren Hochwassers in Schwaben am 2. Juni 2024. Bei einem Rettungseinsatz kenterte damals bei Offingen im Landkreis Günzburg ein Boot der Wasserrettung. Fünf Einsatzkräfte befanden sich an Bord. Vier von ihnen konnten sich ans Ufer retten. Ein 22-jähriger Feuerwehrmann wurde jedoch von der starken Strömung erfasst und seitdem vermisst. Umfangreiche Suchaktionen unmittelbar nach dem Unfall sowie weitere Maßnahmen in den Monaten danach blieben erfolglos.
Weitere Untersuchungen geplant
Ob die nun entdeckten sterblichen Überreste tatsächlich zu dem vermissten Mann gehören, soll erst das Ergebnis der DNA-Untersuchung zeigen. Mit einem abschließenden Resultat wird in den kommenden Tagen gerechnet. Unabhängig davon planen die Ermittler weitere Suchmaßnahmen entlang der Donau. Dabei soll überprüft werden, ob sich in dem Bereich weitere Hinweise oder Gegenstände finden lassen, die zur Klärung des Falls beitragen könnten.

