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TIROL. Im Bezirk Landeck ist erneut ein Bär nachgewiesen worden. Wildkamera und Spuren im Schnee belegen seine Präsenz im Gemeindegebiet von Pfunds.

Aufgrund von Wildkameraaufnahmen sowie mittels Spuren im Schnee wurde in den vergangenen Tagen mehrfach die Präsenz eines Bären im Gemeindegebiet von Pfunds nachgewiesen (Foto: privat)

Im Tiroler Oberland sorgt ein neuer Bärennachweis für Aufmerksamkeit. Im Gemeindegebiet von Pfunds im Bezirk Landeck wurde das Tier in den vergangenen Tagen mehrfach dokumentiert. Nach Angaben des Landes Tirol gelang der Nachweis sowohl über Wildkameraaufnahmen als auch über Spuren im Schnee. Damit ist bestätigt, dass sich erneut ein Bär in der Region bewegt.

Nachweis in Pfunds gelungen

Der aktuelle Fund ist für Experten nicht völlig überraschend. Bereits im Vorjahr war im Tiroler Oberland die Präsenz von mindestens einem Bärenindividuum bestätigt worden. Ob es sich beim nun nachgewiesenen Tier um dasselbe Individuum handelt, lässt sich derzeit allerdings nicht sagen. Eine eindeutige Zuordnung ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht möglich.

Auch der Zeitpunkt des Nachweises wird von Fachleuten als nicht ungewöhnlich eingestuft. Schon in den vergangenen Jahren waren Bären in Tirol immer wieder Anfang bis Mitte März registriert worden. Dass nun erneut Spuren und Bilder auftauchen, passt also ins bisher bekannte Muster.

Keine Annäherung an Siedlungsraum

Wichtig ist für die Behörden vor allem ein Punkt: Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass sich der Bär gezielt Menschen oder dem Siedlungsraum nähert. Sämtliche eingelangten Meldungen und Nachweise wurden laut Land Tirol überprüft. Dabei ergaben sich bisher keine Anzeichen für ein auffälliges Verhalten des Tieres.

Das ist entscheidend, weil Sichtungen von Großraubtieren in Tirol regelmäßig für Verunsicherung sorgen. Gerade in Regionen mit viel Naturraum, Almen und Wandergebieten wird jede neue Beobachtung genau verfolgt. Umso wichtiger ist eine sachliche Einordnung durch die zuständigen Stellen.

Land Tirol ruft zur Meldung auf

Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, Sichtungen von Bären, Wölfen oder Luchsen möglichst rasch zu melden. Dafür steht ein eigenes Sichtungsformular auf der Website des Landes Tirol zur Verfügung. Alternativ können Beobachtungen auch direkt an die zuständige Bezirkshauptmannschaft gemeldet werden.

Für die fachliche Beurteilung ist vor allem Bildmaterial von großer Bedeutung. Fotos oder Videos können helfen, Sichtungen rasch zu überprüfen und Bewegungen der Tiere besser nachzuvollziehen. Gerade bei einzelnen Spuren im Schnee oder unklaren Beobachtungen ist eine saubere Dokumentation entscheidend.

Großraubtiere bleiben Thema in Tirol

Der aktuelle Bärennachweis in Pfunds zeigt einmal mehr, dass Großraubtiere in Tirol weiter ein reales Thema bleiben. Auch wenn derzeit keine besondere Gefährdungslage gemeldet wird, beobachten die Behörden die Entwicklung genau. Weitere Informationen zu Bär, Wolf und Luchs stellt das Land Tirol online zur Verfügung.


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