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TUCSON/USA. Ein internationales Forschungsteam hat mit neuen Computersimulationen untersucht, wie ein großes Einschlagbecken am Nordpol des Asteroiden 16 Psyche entstand. Die Ergebnisse sollen helfen zu klären, ob der metallreiche Himmelskörper der freigelegte Kern eines frühen Protoplaneten ist. Entscheidend ist dabei offenbar die Porosität, also der Anteil an Hohlräumen im Inneren.

Asteroid 16 Psyche (Künstlerische Darstellung); Fotocredit: NASA/JPL-Caltech/ASU
Asteroid 16 Psyche (Künstlerische Darstellung); Fotocredit: NASA/JPL-Caltech/ASU

16 Psyche gilt als einer der ungewöhnlichsten Asteroiden im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Fachleute vermuten seit Jahren, dass das Objekt reich an Metall ist und damit Einblicke in die frühe Entstehung von Planeten geben könnte.

Wie Universe Today berichtet, nutzte das Team dreidimensionale Computersimulationen für die neue Studie. Untersucht wurde, wie sich ein großer Einschlag in der Nordpolregion auf Form, Tiefe und Materialverteilung eines Kraters auswirkt.

Was die Krater verraten könnten

Die Forscher prüften dabei verschiedene Aufbauten des Asteroiden. In den Modellen war Psyche entweder im Inneren gleichmäßig gemischt oder aus unterschiedlichen Schichten aus Metall und Gestein aufgebaut.

Besonders wichtig war die Porosität. Gemeint ist damit, wie viele kleine Hohlräume oder lockere Bereiche es im Inneren gibt. Diese Eigenschaft beeinflusst laut der Studie stark, wie tief ein Krater wird und wie breit er sich ausdehnt.

Sonde soll offene Fragen klären

Die Arbeit liefert vor allem Vorhersagen für die kommende Erkundung aus dem All. Die NASA Sonde Psyche ist seit 2023 unterwegs und soll den Asteroiden 2029 erreichen.

Dann können die Messdaten erstmals direkt mit den Modellen verglichen werden. Bestätigen sich die Berechnungen, könnte sich genauer zeigen, ob 16 Psyche tatsächlich ein freigelegter Planetenkern ist oder eher aus einer komplexen Mischung vieler Einschläge entstand.


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