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Britischer Ex-Minister bekennt sich wegen Drogenbesitzes schuldig

Tips LogoNiklas Killinger, 25.03.2026 14:23

LONDON. Der frühere britische Minister und langjährige konservative Abgeordnete Crispin Blunt hat sich am Mittwoch vor dem Westminster Magistrates’ Court wegen Drogenbesitzes schuldig bekannt. Dem 65-Jährigen werden vier Delikte zur Last gelegt, darunter der Besitz von Crystal Meth. Die Vorwürfe gehen auf eine Hausdurchsuchung in Horley in der Grafschaft Surrey im Oktober 2023 zurück.

Der frühere konservative Abgeordnete Crispin Blunt hat sich in London wegen Drogenbesitzes schuldig bekannt. (Symbolbild); Foto: desertsands/stock.adobe.com

Wie der Guardian am 25. März berichtet, räumte Blunt den Besitz einer Substanz der Klasse A sowie drei Substanzen der Klasse B ein. In britischen Medienberichten ist von Crystal Meth, Cannabis und GBL die Rede.

Blunt saß von 1997 bis 2024 für den Wahlkreis Reigate im Parlament. In der Regierung von David Cameron war er von 2010 bis 2012 für Gefängnisse und Jugendstrafrecht zuständig, später leitete er den Auswärtigen Ausschuss.

Verfahren geht auf frühere Ermittlungen zurück

Die Drogen wurden bei einem Polizeieinsatz in Blunts Haus gefunden. Die Durchsuchung stand im Zusammenhang mit einem gesonderten Ermittlungsverfahren wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs.

Dieses Verfahren endete nach rund 18 Monaten ohne weitere Schritte der Polizei. Als Grund wurden unzureichende Beweise genannt.

Politische Folgen kamen schon 2023

Nach seiner Festnahme im Oktober 2023 verlor Blunt die Fraktionszugehörigkeit bei den Konservativen. Bei der Parlamentswahl 2024 trat er nicht mehr an.

Vor seinem Wechsel in die Politik war Blunt Offizier in der britischen Armee. Im aktuellen Strafverfahren vertritt er sich nach den vorliegenden Berichten selbst.


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