Neue Regeln ab 1. April: Verkauf von Nikotinprodukten wird deutlich strenger
ÖSTERREICH. Ab 1. April 2026 gelten in Österreich neue Regeln für Nikotinprodukte. Betroffen sind Verkauf, Steuern und Vertrieb – vor allem E-Zigaretten und Nikotinbeutel.

Ab 1. April 2026 wird der Verkauf von Nikotinprodukten in Österreich grundlegend umgekrempelt. Was bislang oft frei erhältlich war, unterliegt künftig strengen Kontrollen, neuen Steuern und klar geregelten Vertriebswegen. Besonders betroffen: E-Zigaretten, Liquids und sogenannte Nikotinbeutel – Produkte, die vor allem bei jungen Menschen zuletzt stark an Beliebtheit gewonnen haben.
Die Regierung verfolgt dabei ein klares Ziel: den Zugang erschweren, den Konsum senken und den Jugendschutz deutlich verschärfen.
Verkauf nur noch kontrolliert – Onlinehandel vor dem Aus
Kern der Reform ist die Ausweitung des Tabakmonopols. Nikotinbeutel und E-Liquids werden künftig wie klassische Tabakwaren behandelt. Das bedeutet: Sie dürfen nur noch über Trafiken oder lizenzierte Verkaufsstellen vertrieben werden.
Ein freier Verkauf – etwa über Online-Shops – ist damit de facto Geschichte. Der Versandhandel mit solchen Produkten wird ausdrücklich verboten.
Zusätzlich wird ein Lizenzsystem eingeführt: Wer E-Zigaretten oder Liquids verkaufen will, braucht eine behördliche Genehmigung. Bestehende Shops können diese unter bestimmten Bedingungen erhalten, neue Anbieter müssen strenge Auflagen erfüllen.
Auch der Einkauf selbst wird neu geregelt: Händler müssen ihre Ware künftig über das staatliche Monopol beziehen.
Preisschock durch neue Steuer – Staat greift stärker ein
Parallel dazu greift eine weitere Maßnahme, die viele Konsumenten direkt spüren werden: Erstmals werden Nikotinbeutel und E-Liquids in die Tabaksteuer einbezogen.
Die Abgabe wird mengenabhängig berechnet und soll in den kommenden Jahren schrittweise weiter steigen. Ziel ist es, die Produkte weniger attraktiv zu machen – insbesondere für Jugendliche.
Schon jetzt ist klar: Der Griff zu Vape & Co. dürfte deutlich teurer werden.
Langfristig plant die Regierung noch strengere Schritte: Einweg-E-Zigaretten sollen ab Ende 2026 komplett verboten werden – aus Gesundheits- und Umweltgründen.


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