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Neue Regeln ab 1. April: Verkauf von Nikotinprodukten wird deutlich strenger

Tips LogoThomas Leitner, 29.03.2026 03:10

ÖSTERREICH. Ab 1. April 2026 gelten in Österreich neue Regeln für Nikotinprodukte. Betroffen sind Verkauf, Steuern und Vertrieb – vor allem E-Zigaretten und Nikotinbeutel.
 

Neue Regeln für Verkauf von Nikotinprodukten (Foto: und.eins)
Neue Regeln für Verkauf von Nikotinprodukten (Foto: und.eins)

Ab 1. April 2026 wird der Verkauf von Nikotinprodukten in Österreich grundlegend umgekrempelt. Was bislang oft frei erhältlich war, unterliegt künftig strengen Kontrollen, neuen Steuern und klar geregelten Vertriebswegen. Besonders betroffen: E-Zigaretten, Liquids und sogenannte Nikotinbeutel – Produkte, die vor allem bei jungen Menschen zuletzt stark an Beliebtheit gewonnen haben.

Die Regierung verfolgt dabei ein klares Ziel: den Zugang erschweren, den Konsum senken und den Jugendschutz deutlich verschärfen.

Verkauf nur noch kontrolliert – Onlinehandel vor dem Aus

Kern der Reform ist die Ausweitung des Tabakmonopols. Nikotinbeutel und E-Liquids werden künftig wie klassische Tabakwaren behandelt. Das bedeutet: Sie dürfen nur noch über Trafiken oder lizenzierte Verkaufsstellen vertrieben werden. 

Ein freier Verkauf – etwa über Online-Shops – ist damit de facto Geschichte. Der Versandhandel mit solchen Produkten wird ausdrücklich verboten. 

Zusätzlich wird ein Lizenzsystem eingeführt: Wer E-Zigaretten oder Liquids verkaufen will, braucht eine behördliche Genehmigung. Bestehende Shops können diese unter bestimmten Bedingungen erhalten, neue Anbieter müssen strenge Auflagen erfüllen. 

Auch der Einkauf selbst wird neu geregelt: Händler müssen ihre Ware künftig über das staatliche Monopol beziehen. 

Preisschock durch neue Steuer – Staat greift stärker ein

Parallel dazu greift eine weitere Maßnahme, die viele Konsumenten direkt spüren werden: Erstmals werden Nikotinbeutel und E-Liquids in die Tabaksteuer einbezogen. 

Die Abgabe wird mengenabhängig berechnet und soll in den kommenden Jahren schrittweise weiter steigen. Ziel ist es, die Produkte weniger attraktiv zu machen – insbesondere für Jugendliche. 

Schon jetzt ist klar: Der Griff zu Vape & Co. dürfte deutlich teurer werden.

Langfristig plant die Regierung noch strengere Schritte: Einweg-E-Zigaretten sollen ab Ende 2026 komplett verboten werden – aus Gesundheits- und Umweltgründen.  

 


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