Missionskonzept für Uranus: Zwei Sonden sollen Planet und seine Monde genauer vermessen
RICHMOND/USA. Ein neues Missionskonzept des Forschers Hadi Madanian könnte die Erforschung des Uranus deutlich voranbringen. Wie Universe Today berichtet, wurde der Vorschlag für eine Mission namens CASMIUS bei der 57. Lunar and Planetary Science Conference vorgestellt und zielt auf den Planeten, seine Ringe und seine Monde.

Uranus gilt trotz seiner Größe als erstaunlich wenig erforscht. Bis heute war Voyager 2 die einzige Sonde am siebenten Planeten und lieferte 1986 wichtige Daten zu Monden, Ringen und dem ungewöhnlich geneigten Magnetfeld.
Drei Kernfragen für mögliche Mission
Der Entwurf nennt drei Kernfragen: Wie ist das Innere des Uranus aufgebaut, was treibt seine Magnetosphäre an und woraus bestehen Ringe und Monde. Magnetosphäre bezeichnet den Raum um einen Planeten, der von seinem Magnetfeld geprägt wird. Bisher wurden 29 Monde beim siebenten Planeten im Sonnensystem entdeckt.
Zwei Sonden für eine lange Reise
Laut Studie setzt CASMIUS auf zwei Raumsonden mit unterschiedlicher wissenschaftlicher Ausstattung. Beide sollen eigenständig messen und sich zugleich ergänzen, weil Datenmenge und Funkkontakt über die enorme Distanz eine besondere Herausforderung sind.
Für mögliche Starts zwischen 2033 und 2036 skizziert das Konzept Reisezeiten von meist acht bis zehn Jahren. Noch offen ist, welche konkrete Missionsform am Ende gewählt würde.
Erkenntnisse zur Entstehung des Sonnensystems
Fachleute sehen in neuen Messungen eine Chance, mehr über die Entstehung des Sonnensystems und über ähnlich große Planeten bei anderen Sternen zu lernen. Ob CASMIUS jemals startet, ist offen, doch das Konzept sowie vorangegangene Vorschläge für Missionen zeigen, dass Uranus zunehmend in den Fokus der Forschung gerät.


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