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März-Bilanz 2026: Österreich schwitzt, Regen fehlt

Tips LogoThomas Leitner, 31.03.2026 13:21

ÖSTERREICH. Österreich erlebt einen auffällig warmen und viel zu trockenen März. Vor allem im Osten fehlt Regen, die Natur ist vielerorts deutlich früher dran.

Wetter im März war frühlingshaft warm, niederschlagsarm, besonders sonnig im Norden und Osten (Foto: Ju_see/adobe.stock)

Der März 2026 hatte es in sich: zu warm, zu trocken und in vielen Regionen alarmierend niederschlagsarm. Besonders im Tiefland fiel der Monat deutlich milder aus als im langjährigen Schnitt. Laut GeoSphere Austria war es dort der 22.-wärmste März in der rund 260-jährigen Messgeschichte. Gleichzeitig blieb vor allem im Osten des Landes der Regen fast völlig aus.

Wenig Frost trotz Hochdrucklage

Vor allem in den Bergen sowie im Süden und Westen Österreichs lagen die Temperaturen über dem Durchschnitt. Im Tiefland war der März um 1,2 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020, verglichen mit dem Klimamittel 1961 bis 1990 sogar um 2,5 Grad. Auf den Bergen reichte es immerhin für Platz 36 der wärmsten März-Monate seit 1851.

Bemerkenswert: Trotz der langen Hochdruckphase mit oft wolkenlosem Himmel blieb starker Frost in tieferen Lagen eher selten. Klimatologe Alexander Orlik erklärt: „Trotz der langen Hochdruckphase mit wenig Bewölkung, die eigentlich anfällig für Nachtfröste ist, gab es speziell unterhalb von 1000 m Seehöhe relativ wenig Frost.“

Kaum Regen, teils extreme Trockenheit

Noch auffälliger war die Trockenheit. In vielen Regionen fiel im März massiv weniger Niederschlag als üblich. Besonders betroffen waren die östliche Hälfte Salzburgs, Oberösterreich, das westliche Waldviertel, die Steiermark, das Südburgenland und Teile Unterkärntens. Dort fehlten teils zwei Drittel bis vier Fünftel der üblichen Regenmenge.

Die trockensten Orte des Landes waren Hartberg in der Steiermark und Wörterberg im Burgenland mit jeweils nur zwei Millimetern Niederschlag. Das entspricht einer Abweichung von 93 beziehungsweise 94 Prozent unter dem Mittel.

Sonne erst reichlich, dann deutlich weniger

Auch bei den Sonnenstunden zeigte sich der Monat zweigeteilt. Die erste März-Hälfte brachte viel Sonne, die zweite deutlich weniger. Besonders sonnig waren Podersdorf und der Brunnenkogel mit jeweils 207 Sonnenstunden. In Litschau wurden 158 Sonnenstunden gemessen und damit 29 Prozent mehr als im langjährigen Mittel.

Natur erwacht deutlich früher

Die milde Witterung wirkte sich auch auf die Pflanzenwelt aus. Die Salweide begann bereits sechs Tage früher zu blühen als üblich. Forsythie und Marille waren sogar zehn Tage vor dem Mittel dran. Zudem gab es schon erste Beobachtungen zur Blüte der Süßkirsche sowie zum Laubaustrieb von Lärche und Rosskastanie.

Die Extremwerte des Monats zeigen die Spannweite: 20,4 Grad wurden am 7. März in Innsbruck gemessen. Den kältesten Wert unter 1.000 Metern gab es am 28. März in Ehrwald mit minus 13,7 Grad. Österreichs März war damit ein Monat der Gegensätze – mit klarer Tendenz Richtung Wärme und Trockenheit.


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