Deutscher stirbt in Sölden nach Wechtenbruch am Hinteren Wurmkogel
TIROL. Ein Wechtenbruch hat am Montag in Sölden einem 39-jährigen Deutschen das Leben gekostet. Der Skitourengeher stürzte rund 200 Meter ab.

Am Hinteren Wurmkogel in Sölden hat sich am Montag, 6. April 2026, ein tödlicher Alpinunfall ereignet. Gegen 14.10 Uhr war ein 39-jähriger Deutscher gemeinsam mit einem 36-jährigen Österreicher und einer 69-jährigen Österreicherin im Bereich des Gipfels auf rund 3082 Metern Seehöhe unterwegs. Die drei Wintersportler waren mit herkömmlicher Skiausrüstung ausgerüstet und befanden sich auf dem Abstieg in Richtung Bergstation der 4er-Sesselbahn Wurmkogel II, als es zur Katastrophe kam.
Plötzlich bricht die Wechte weg
Nach Angaben der Polizei brach im Gipfelbereich eine Wechte ab. Der 39-Jährige wurde dabei mitgerissen und stürzte rund 200 Meter durch steiles, felsdurchsetztes Gelände ab. In hochalpinem Terrain können solche Schneeverwehungen zur tödlichen Falle werden, weil ihr tatsächlicher Verlauf oft schwer einzuschätzen ist und sie scheinbar sicheren Untergrund vortäuschen.
Unmittelbar nach dem Absturz wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. Einsatzkräfte und Notarzthubschrauber rückten so schnell wie möglich aus, um dem Verunglückten zu helfen. Doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät.
Jede Hilfe kam zu spät
Der Notarzt des alarmierten Rettungshubschraubers konnte nur noch den Tod des 39-Jährigen feststellen. Für die beiden Begleitpersonen dürfte der Unfall zu einem dramatischen Erlebnis geworden sein, das innerhalb weniger Augenblicke aus einer Abfahrt einen tödlichen Einsatz machte.
Der Hintere Wurmkogel zählt zu den markanten hochalpinen Bereichen im Skigebiet von Sölden. Gerade in exponierten Gipfelzonen gelten Wechten als besonders gefährlich, weil sich Schneemassen über Grate hinaus aufbauen und unter Belastung plötzlich abbrechen können. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.


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