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Kleine Jupiter Trojaner geben Forschern neue Rätsel auf

HILO/USA. Wissenschaftler haben mit dem Subaru Teleskop auf Hawaii neue Hinweise zur Herkunft kleiner Jupiter Trojaner gefunden. Die Messungen zeigen, dass diese Asteroiden farblich anders verteilt sind als große Vertreter derselben Gruppe und damit neue Fragen zur Frühzeit des Sonnensystems aufwerfen.

Jupiter Trojaner haben eine andere Farbverteilung wie erwartet (Illustration); Bild: KI-generiert
Jupiter Trojaner haben eine andere Farbverteilung wie erwartet (Illustration); Bild: KI-generiert

Jupiter Trojaner sind Asteroiden, die in stabilen Bereichen vor und hinter Jupiter um die Sonne kreisen. Sie gelten als sehr alte Überreste aus der Entstehungszeit des Sonnensystems und sind für die Forschung deshalb besonders wertvoll.

120 Jupiter Trojaner entdeckt

Wie die Website des Subaru Teleskops berichtet, beobachtete das Forscherteam für die Studie mit der Weitwinkelkamera Suprime Cam einen Himmelsbereich rund 60 Grad vor Jupiter. Dabei entdeckten die Forschenden 120 Jupiter Trojaner. Untersucht wurden kilometergroße Objekte, also vergleichsweise kleine Brocken im All.

Die Farbwerte ermittelte das Team mit Mehrfarben-Photometrie. Dabei wird die Helligkeit eines Objekts in mehreren Filtern gemessen, um Rückschlüsse auf seine Oberfläche zu ziehen. Gerade bei sehr lichtschwachen Asteroiden ist diese Methode praktischer als eine aufwendige Spektralanalyse.

Bisher war bekannt, dass große Jupiter Trojaner meist in zwei Farbgruppen fallen. Eine Gruppe erscheint röter, die andere weniger rot. Beim Blick auf kleinere Objekte zeigte sich nun aber kein klar geteiltes Muster, sondern ein fließender Übergang. Insgesamt waren die weniger roten Körper häufiger.

Kollisionen erklären den Unterschied wohl nicht allein

Ein weiteres Ergebnis betrifft die Größenverteilung. Frühere Arbeiten hatten vermuten lassen, dass rote und weniger rote Jupiter Trojaner unterschiedlich auf Kollisionen reagieren. Die neue Auswertung fand bei kleinen Objekten jedoch praktisch keinen Unterschied in der Größenverteilung beider Farbgruppen.

Das stellt eine verbreitete Erklärung in Frage. Bislang wurde angenommen, dass rote Asteroiden bei Zusammenstößen eher in weniger rote Bruchstücke zerfallen. Die neuen Daten sprechen stattdessen dafür, dass beide Gruppen durch ähnliche Kollisionsprozesse geprägt werden.

Bedeutung für die Frühzeit des Sonnensystems

Aus Sicht der Forschung ist das ein wichtiger Hinweis auf Ursprung und Entwicklung dieser Himmelskörper. Farbe gilt in diesem Zusammenhang als möglicher Fingerabdruck der Zusammensetzung und damit auch des Ortes, an dem ein Asteroid einst entstand.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse am 20. März 2026 im Fachjournal The Astronomical Journal. Die Subaru Sternwarte sieht darin eine wichtige Grundlage für spätere Vergleiche mit Messungen laufender Raumfahrtmissionen zu Jupiter und seinen Begleitern.


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