Klage gegen Prinz Harry von eigener Hilfsorganisation
LONDON. Die Hilfsorganisation Sentebale hat in London Klage gegen Prinz Harry und den früheren Treuhänder Mark Dyer eingereicht. Der Vorwurf lautet auf Verleumdung nach einem eskalierten Streit um die Führung der Organisation. Laut Gerichtsunterlagen wurde die Klage bereits am 24. März 2026 beim High Court eingebracht.

Wie die Stuttgarter Zeitung am 13. April 2026 berichtet, wirft Sentebale den beiden Beklagten vor, mit einer negativen Medienkampagne den Ruf der Organisation beschädigt und ihre Arbeit gestört zu haben. Die Vorwürfe weisen Prinz Harry und Mark Dyer demnach zurück.
Sentebale teilte zudem mit, man wolle mit dem Verfahren gerichtlichen Schutz und eine Wiedergutmachung erreichen. Nach Angaben der Organisation sollen die Kosten des Prozesses nicht aus Spendengeldern, sondern vollständig aus externer Finanzierung gedeckt werden.
Streit schwelt seit dem Vorjahr
Der Rechtsstreit ist Teil eines schon länger laufenden Konflikts um die Führung der Stiftung. Prinz Harry hatte sich bereits 2025 im Zuge der Auseinandersetzungen von Sentebale zurückgezogen, auch Mitgründer Prinz Seeiso und weitere Treuhänder legten damals ihre Funktionen nieder.
Im Zentrum des Konflikts standen Berichten zufolge finanzielle Fragen und Differenzen über die strategische Ausrichtung beim Fundraising. Die britische Charity Commission befasste sich daraufhin mit dem Fall und kam im August 2025 zu dem Schluss, dass mehrere Beteiligte Verantwortung für die Eskalation tragen.
Organisation will Fokus auf Afrika-Arbeit halten
Sentebale wurde 2006 gegründet und engagiert sich für junge Menschen in Lesotho und Botswana. Die Organisation betont, dass ihre Arbeit trotz der juristischen Auseinandersetzung weiterlaufe und der Fokus auf der Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher in der Region bleibe.
Für Prinz Harry ist die Klage besonders brisant, weil er als Mitgründer über Jahre eng mit dem Projekt verbunden war. Noch zuletzt hatte er Sentebale finanziell unterstützt, nun wird der Konflikt zwischen dem früheren Aushängeschild und der Organisation vor Gericht weiter ausgetragen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden