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SARDINIEN/ITALIEN. Türkisblaues Wasser und feiner Sand: für viele Reisende gehört ein Tag am Strand zu den Höhepunkten eines Italien-Urlaubs. Doch an einigen der beliebtesten Küstenabschnitte des Landes gelten inzwischen strenge Regeln. Ein spontaner Strandbesuch ist vielerorts nicht mehr möglich.

Symbolbild: Patrick Daxenbichler/stock.adobe.com
Symbolbild: Patrick Daxenbichler/stock.adobe.com

Besonders auf Sardinien setzt man zunehmend auf digitale Buchungssysteme, Besucherlimits und Eintrittsgebühren. Ziel ist es, die Folgen des Massentourismus einzudämmen und die empfindliche Natur zu schützen.

Kein Zutritt ohne Reservierung

Ein bekanntes Beispiel ist der Traumstrand Tuerredda im Süden Sardiniens. Die malerische Bucht zieht jedes Jahr tausende Besucher an und zählt zu den beliebtesten Stränden der Insel. Um den Ansturm zu kontrollieren, dürfen täglich nur noch maximal 1.100 Personen den Strand betreten. Der Zugang erfolgt ausschließlich nach vorheriger Reservierung. Urlauber müssen ihren Platz online buchen und erhalten anschließend einen QR-Code. Dieser wird bei den Zugangskontrollen überprüft. Wer ohne Reservierung erscheint, muss wieder umkehren.

Eintritt statt freiem Zugang

Zusätzlich zur Buchung fällt inzwischen auch eine Gebühr für den Strandbesuch an. Damit soll nicht nur die Besucherzahl gesteuert, sondern auch der Schutz des Küstenabschnitts finanziert werden. Die Verantwortlichen verweisen auf die steigende Belastung durch immer mehr Gäste. Überfüllte Strandabschnitte, lange Warteschlangen und Probleme bei der Infrastruktur hätten in der Vergangenheit immer wieder für Schwierigkeiten gesorgt.

Weitere Strände ziehen nach

Tuerredda ist längst kein Einzelfall mehr. Auch andere bekannte Strände Sardiniens setzen auf Zugangsbeschränkungen oder Reservierungssysteme. An einigen Naturstränden gelten bereits Besucherobergrenzen, um die Umwelt vor den Auswirkungen des Touristenansturms zu schützen.

Urlaub erfordert mehr Planung

Für Reisende bedeutet die Entwicklung vor allem eines: Spontane Ausflüge an berühmte Strände werden zunehmend schwieriger. Wer einen der begehrten Küstenabschnitte besuchen möchte, sollte sich bereits vor Reiseantritt über mögliche Reservierungspflichten informieren. Andernfalls droht eine unangenehme Überraschung. Denn an einigen der schönsten Strände Italiens gilt inzwischen eine klare Regel: Ohne Ticket bleibt der Weg ans Meer versperrt.


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