Bibel TV setzt auf KI: So sollen neue Zielgruppen erreicht werden
DEUTSCHLAND. KI, Social Media und neue Streamingformate sollen Menschen erreichen, die mit Kirche bislang wenig Berührung hatten. Bibel TV zeigt neue Wege.

Wie können christliche Medien Menschen erreichen, die mit Kirche und Glauben bisher kaum Berührung haben? Beim Internationalen Programm-Partnertag von Bibel TV in Hamburg diskutierten Experten über neue Wege – von Künstlicher Intelligenz über Social Media bis zu Streamingformaten fürs Smartphone.
KI als Chance für christliche Inhalte
Bibel-TV-Geschäftsführer Matthias Brender verwies auf den Rückgang christlicher Bindung in den vergangenen Jahrzehnten. Mit „Bibel TV Next Mission“ will der Sender neue Zielgruppen erreichen. Der französische Digitalpionier Éric Célérier verglich KI sogar mit der Erfindung des Buchdrucks. Entscheidend sei nicht mehr, ob KI Chance oder Bedrohung sei, sondern wie sie eingesetzt werde.
Auch die Glaubwürdigkeit digitaler Inhalte stand im Fokus. Norbert Grill und Iva Hauk von Big Blue Marble präsentierten den Standard C2PA. Er soll Ursprung und Bearbeitungen von Medien sichtbar und Manipulationen nachvollziehbar machen.
„The Chosen“ zeigt das Potenzial
Wie christliche Themen auch Menschen ohne direkten Glaubensbezug erreichen können, zeigte Jared Geesey von Angel Studios am Beispiel der Erfolgsserie „The Chosen“. Emotionale, verständliche Geschichten seien dabei entscheidend. Kurze vertikale Smartphone-Formate könnten laut Streamingexperte Jan Bertil Dahms ebenfalls neue Zielgruppen erschließen.
Zum Abschluss kündigte Bibel TV eine große Aktion an: In 42 Millionen Haushalten in Deutschland soll das Lukas-Evangelium zugänglich gemacht werden. Unter dem Motto „Schau in die Bibel – gut für die Seele“ will der Sender damit bewusst auch Menschen ansprechen, die bisher keinen Zugang zu christlichen Medien oder kirchlichen Angeboten haben.








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