Bohrinsel mit 115 Menschen gesunken: Ein Toter, vier Vermisste
AFRIKA. Dramatisches Unglück vor der Küste Afrikas: Eine Bohrinsel ist mit 115 Menschen an Bord im Meer versunken. 110 Personen konnten gerettet werden. Ein Arbeiter soll ums Leben gekommen sein, vier weitere werden vermisst.

Ein schweres Unglück hat sich vor der Küste des zentralafrikanischen Staates Gabun ereignet. Die Bohrinsel „Prospector 5“ ist am Samstagabend (24. Oktober) im Meer versunken. Zum Zeitpunkt der Katastrophe befanden sich 115 Menschen auf der Plattform. Während 110 Personen in Sicherheit gebracht werden konnten, fehlt von mehreren Arbeitern weiterhin jede Spur.
Ein Toter und vier Vermisste
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters kam bei dem Unglück ein Arbeiter aus Indien ums Leben. Vier weitere Menschen, darunter drei Staatsbürger Gabuns, werden vermisst. Offiziell wurde der Todesfall von den Behörden bislang nicht bestätigt. Die Regierung spricht weiterhin von fünf Vermissten.
Die Suche nach den Verschollenen dauert an. Rettungskräfte sind mit Schiffen und aus der Luft im Einsatz. Die 110 geretteten Menschen konnten in Sicherheit gebracht werden.
Bohrinsel verlor plötzlich ihre Stabilität
Wie konnte eine derart große Anlage im Meer versinken? Nach ersten Erkenntnissen des Betreibers Borr Drilling kam es während der Vorbereitungen für neue Bohrarbeiten zu einem folgenschweren Zwischenfall.
Die sogenannte Hubbohrinsel steht auf ausfahrbaren Beinen, die auf dem Meeresboden abgestützt werden. Offenbar sank eines dieser Standbeine plötzlich tiefer in den Untergrund ein als vorgesehen. Dadurch verlor die gesamte Konstruktion ihre Stabilität und versank schließlich im Meer.
Das Unglück ereignete sich gegen 20.37 Uhr Ortszeit im Fördergebiet Dussafu Marin vor der Küste Gabuns.
Ölproduktion gestoppt – Ursache wird untersucht
Nach der Katastrophe wurde die Produktion an der nahe gelegenen MaBoMo-Anlage eingestellt. Laut dem Energieunternehmen BW Energy wurden dort keine Schäden festgestellt. Auch ein Austritt gefährlicher Stoffe aus dieser Anlage wurde bislang nicht gemeldet.
Die Behörden haben eine technische Untersuchung angeordnet, um die genaue Ursache des Unglücks zu klären. Oberste Priorität hat weiterhin die Suche nach den vermissten Arbeitern.








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