Frau nach Krebs-Entwarnung im Urlaub gestorben: Jetzt droht der Familie eine hohe Rechnung
TÜRKEI. Eine 63-jährige Britin ist in der Türkei gestorben, nur wenige Tage nachdem Ärzte sie nach zwei Jahren Lungenkrebs für krebsfrei erklärt hatten. Ihre Familie muss nach eigenen Angaben nun eine hohe Klinikrechnung begleichen.

Eigentlich sollte der Urlaub in der Türkei eine Feier werden.
Anne M. aus Knowsley bei Liverpool hatte zwei Jahre lang gegen Lungenkrebs gekämpft, dann sagten ihr die Ärzte, sie sei krebsfrei. Bereits am nächsten Tag flog die 63-Jährige mit ihrem Mann Alan in den Urlaubsort Icmeler, um mit ihrer besten Freundin deren Geburtstag zu feiern. Wie die „Manchester Evening News“ berichtet, endete die Reise tödlich.
Frau (63) stirbt Tage nach Krebs-Entwarnung
Nur drei Tage nach der Ankunft erlitt Anne M. einen Herzstillstand. Trotz verzweifelter Rettungsversuche ihres Mannes und der Sanitäter überlebte sie ihn nicht dauerhaft: Im Krankenhaus kam es noch an den lebenserhaltenden Maschinen zu einem zweiten Herzstillstand. Am 29. Oktober verstarb die Frau.
Familie muss hohe Krankenhausrechnung zahlen
Die Familie steht nun vor einem finanziellen Problem. Nach Angaben der Angehörigen ist die Reiseversicherung ungültig geworden, weil Anne M. Vorerkrankungen wie COPD und einen Grauen Star bei Abschluss der Police nicht angegeben haben soll.
Die Familie muss deshalb die Krankenhausrechnung von umgerechnet rund 39.000 Euro selbst tragen und zusätzlich die Kosten für die Überführung der Toten nach Liverpool. Sie hat eine Spendenaktion gestartet, bei der bislang mehr als 7.000 Euro zusammengekommen sind.
Bei 63-Jähriger COPD diagnostiziert
Anne M. war seit mehr als 30 Jahren mit ihrem Mann zusammen. Vor etwa zwölf Jahren war bei ihr COPD diagnostiziert worden, eine chronische Lungenerkrankung. Sie litt dadurch häufig unter Atemnot und war regelmäßig auf einen Vernebler angewiesen.
Ihr Sohn Lee M. (42) sagte dem „Liverpool Echo“, die Familie sei überglücklich gewesen, als sie von der Entwarnung erfuhr.
„Ich war überglücklich. Sie hatte ihr Leben zurück, und ich dachte, ich hätte meine Mutter zurück“, sagte er. Seine Mutter habe in der Türkei noch drei wundervolle Tage verbracht, bevor es zur Tragödie kam.








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