13-Jähriger beinahe in Mais-Silo erstickt
OFTERING. Der Geistesgegenwart seines 16-jährigen Bruders dürfte ein 13-Jähriger sein Leben verdanken - der Jüngere versank bis zum Hals in einem Mais-Silo und konnte vor allem durch das rasche Handeln des 16-Jährigen gerettet werden.

Die beiden Brüder halfen am 20. Mai gegen 15 Uhr einem befreundeten Landwirt beim Reinigen eines Lagersilos, welches mit Mais gefüllt war. Dazu begaben sich beide in das Silo, während der Mais durch eine Öffnung im Boden maschinell in ein anderes Silo gefördert wurde. Somit konnten die Brüder die Silowände von oben nach unten abkehren. Der Landwirt befand sich zu dieser Zeit außerhalb des Hofes, um anderen Arbeiten nachzugehen. Vermutlich durch Unachtsamkeit versank der 13-Jährige plötzlich bis zum Kopf im Mais.
Bruder betätigt Not-Aus-Schalter, Landwirt alarmiert Feuerwehr
Geistesgegenwärtig versuchte sein Bruder ihn zuerst aus dem Mais zu ziehen, als dies nicht gelang, kletterte er aus dem noch zu einem Drittel gefüllten Silo und betätigte den außenliegenden Not-Aus-Schalter. Anschließend holte er den Landwirt, welcher die Feuerwehr verständigte und zunächst mit einer Flex ein Loch in das Silo schnitt. Der 16-Jährige und der Landwirt schaufelten dann bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte den Mais rund um den Burschen weg und versuchten immer wieder ihn frei zu bekommen. Dies gelang schließlich mit Hilfe der FF Oftering und FF Freiling sowie den Höhenrettern der FF Axberg. Der 13-Jährige war die ganze Zeit bei Bewusstsein und wurde zur weiteren Untersuchung mit dem Rettungshubschrauber „C 10“ ins KUK – Med Campus III verbracht.


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