Interview mit Ohlsdorfs Bürgermeisterin Christine Eisner
OHLSDORF. Der Zubau zum Gemeindeamt bringt für Bürgermeisterin Christine Eisner (ÖVP) vielfältige Verbesserungen für die Bürger und trägt der wachsenden Bevölkerung Rechnung.

Tips: Der Zubau zum Gemeindeamt ist eine große Investition für die Gemeinde – warum wurde sie nötig?
Christine Eisner: Ohlsdorf ist eine starke Zuzugsgemeinde mit vielen Jungfamilien: Heuer gab es schon zehn Geburten, im gesamten Vorjahr waren es 49. Das macht es nötig, Betreuungseinrichtungen zu schaffen. Uns ist es ein Anliegen, dass die Kinder von der Krabbelstube bis zur Neuen Mittelschule alles im Ort nutzen können. Der Zuzug macht es auch wichtig, dass die Gemeinde entsprechende Räumlichkeiten hat – zum Beispiel einen entsprechend großen Sitzungssaal und eine gut nutzbare Bürgerservicestelle. Mit dem Zubau ist jetzt alles unter einem Dach und entsprechend bürgerfreundlich: Das ist wichtig, immerhin ist die Gemeinde – finde ich – ein Dienstleister für die Bürger. Das ehemalige Bürgerservice- und Postpartnergebäude konnte auch gut genutzt werden: Es wurde an die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Reisenberger vermietet.
Tips: Diskussionen gab es in jüngster Zeit auch rund um ein anderes Gebäude, um den „Bauer im Ort“. Wie ist hier der aktuelle Stand?
Eisner: In der letzten Gemeinderatssitzung haben wir gemeinsam Verwertungskriterien festgelegt: Ein neues Gebäude darf nicht höher als dreigeschoßig sein, im Erdgeschoß soll es vorzugsweise eine gewerbliche Nutzung geben – ein besonderes Augenmerk würden wir auf ein Café legen – und es sollen leistbare Mietwohnungen entstehen.
Tips: Das Trinkwasser kam in den letzten Jahren teilweise aus Gmunden, nun wird wieder eigenes Wasser verwendet?
Eisner: Ja. Nach der Umsetzung des von der Gemeinde beschlossenen Sicherheitskonzeptes konnte die Wasserversorgung im Februar wieder auf eigene Beine gestellt werden.
Tips: Kürzlich feierte „Bauer zu Nathal“ in Regau Premiere – ein Film, der die Beziehung zwischen den Ohlsdorfern und ihrem berühmten, aber auch „schwierigen“ Mitbürger Thomas Bernhard behandelt. Wie wurde der Film aufgenommen?
Eisner: Der Film wurde sehr unterschiedlich aufgenommen. Einerseits amüsant auf Grund des Hauptdarstellers Josef Windischbauer (ehem. Totengräber), der sich mit sehr „direkten“ Worten über Thomas Bernhard äußert und andererseits kritisch, weil Thomas Bernhard die Ohlsdorfer Bevölkerung doch immer wieder als „dümmlich“ hergestellt hat.


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