Wiedergeburt der Gotikstraße: Kulturschätze, aufgereiht wie auf einer Perlenkette
MÜHLVIERTEL/SÜDBÖHMEN. Die Gotikstraße verbindet neuerdings nicht nur Kulturschätze aus dem Mühlviertel. In einem europäischen Interreg-Projekt wird diese nach Südböhmen verlängert. Gotische Sehenswürdigkeiten dies- und jenseits der Grenze reihen sich damit als einzigartige Perlenkette aneinander.

Unter der Projektleitung des Tourismusverbandes Mühlviertler Alm Freistadt und des südböhmischen Partners hat sich ein hochkarätig besetztes Team zusammengefunden, dessen Mitglieder ihr Know How schon in der zweijährigen Projektvorbereitung eingebracht haben. Nach Genehmigung freut man sich nun auf die gemeinsame Umsetzung. Ende der 1990er Jahre versuchte man, die oft versteckt liegenden gotischen Sehenswürdigkeiten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Man verband die mittelalterlichen Architekturjuwele aus dem Mühlviertel entlang einer Route, präsentierte diese in einem Reiseführer, brachte Tafeln an - die Gotikstraße war geboren.
Mehr als gemeinsame Vermarktung
Nun, nach über 25 Jahren, war es Zeit für eine Wiedergeburt und mit dem tschechischen Partner gelingt nun sogar eine wesentliche Erweiterung, „Gemeinsam haben wir eine Dichte an gotischen Kunstschätzen, die wohl einzigartig ist.“ gibt sich Hans Hinterreiter vom Tourismusverband Mühlviertler Alm Freistadt überzeugt. Das Vorhaben geht aber über eine gemeinsame Vermarktung weit hinaus: „Mit umfassenden Digitalisierungsmaßnahmen, wissenschaftlichen Forschungsarbeiten und Renovierungen, wird das historische Erbe für die Nachwelt gesichert und vielen Menschen in zeitgemäßer Form zugänglich gemacht“, ergänzt der Geschäftsführer Stefan Wunderle.
Im Projekt mit 50 Standorten, 30 im Mühlviertel, 20 in Südböhmen, wird die Einzigartigkeit und Gemeinsamkeit beschrieben und beworben werden. Jürgen Maier vom Gotik Forum Kefermarkt betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit: „Unser Altar ist ein Schatz, der Menschen aus der ganzen Welt anzieht. Wir freuen uns dabei zu sein. Dieses Projekt ist ein wesentlicher kultur-touristischer Impuls, von dem aber die ganze Region profitieren wird!“
Die Förderzusage und die ausgezeichnete Bewertung des Antrags durch die Jury ist ein erstes Erfolgserlebnis für die Kooperationspartner: Neben dem Tourismusverband Mühlviertler Alm Freistadt und dem Gotik Forum Kefermarkt sind dies die Leaderregionen Mühlviertler Alm und Mühlviertler Kernland, die OÖ Kultur GmbH und die Diözese Linz mit den einzelnen Pfarren. Für die Durchführung wurde der erfahrene Projektmanager Thomas Samhaber gewonnen, der mit dem Team motiviert in die kommenden drei Jahre startet.


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