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Ö. Laut aktueller Neujahrsumfrage des IMAS-Instituts überwiegen Skepsis und Sorge gegenüber der Zuversicht bei den Österreichern.

Laut IMAS-Neujahrsumfrage blicken viele Österreicher mit Skepsis und Sorge auf 2023 (Foto: terovesalainen/stock.adobe.com)

Eine Phase einer solchen negativen Stimmung hat es seit 1972 nicht gegeben, die Zuversicht liegt auf einem historischen Tiefpunkt von 26 Prozent. Einen skeptischen Blick auf das neue Jahr teilt rund ein Drittel der Befragten, Sorgen machen sich 35 Prozent. Als Grund dafür wird am häufigsten die Teuerung genannt. Im Vorjahr war es noch die Corona-Situation. Als weitere Begründungen für Skepsis und Sorge wurden allgemeine Zukunftsängste und Ungewissheit, der Ukraine-Krieg, die persönliche Situation, Einkommensverhältnisse und die politische Stimmung genannt.

„Es kann nur noch besser werden“ als Grund für Zuversicht

Die mit Zuversicht auf 2023 blickenden Personen gaben als Hauptgrund an, allgemein optimistisch zu sein. 27 Prozent gaben eine positive persönliche Situation an. Weitere genannte Gründe für Zuversicht waren „Es kann nur noch besser werden“ und die Situation am Arbeitsplatz. Auch die Entwicklung der Corona-Pandemie wird positiv gesehen. Mehrere Experten, darunter der renommierte deutsche Virologe Christian Drosten, hatten die Pandemie als beendet eingestuft und rechnen künftig mit kleineren, endemischen Wellen.

Mehrheit sieht vergangenes Jahr negativ

Der Rückblick auf das vergangene Jahr fällt wenig besser aus als der Blick nach vorne: nur vier Prozent halten 2022 für ein sehr gutes Jahr, 31 Prozent für ein gutes Jahr. Als Hoffnung für 2023 dominiert der Wunsch Gesund zu bleiben. Eine positive Lebenssituation, Friede und die Abflachung der Teuerung sind ebenfalls zentrale Erwartungen. Auf den Plätzen dahinter folgten der Wunsch nach einer Rückkehr zur Normalität bzw. einem Leben wie vor Corona und der Wunsch nach schulischem oder beruflichem Erfolg. Nur zwei Prozent erwarten sich vom kommenden Jahr eine Bekämpfung des Klimawandels, drei Prozent erhoffen sich ein friedliches Zusammenleben der Menschen und Toleranz.

Neujahrsvorsätze bei jungen Personen und bei Frauen häufig

Ein Drittel hatte zum Zeitpunkt der Befragung zwischen November und Dezember 2022 bereits Vorsätze für das neue Jahr: mehr Bewegung machen, sich gesünder ernähren und bewusster zu leben wurden dabei am häufigsten genannt. Personen mit höherer Bildung, Menschen unter 35 Jahren und Frauen haben überdurchschnittlich häufig Vorsätze gefasst.

Das IMAS-Institut führt den Report seit 51 Jahren durch, Basis dafür sind persönliche Befragungen von 1002 Personen, die statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren stehen.


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