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OÖ. Das Jahr 2024 war für die österreichische Landwirtschaft ein extremes Jahr. Frost, Dürre, Hagel, Sturm und Überschwemmungen verursachten Gesamtschäden in Höhe von 260 Millionen Euro, wie die Österreichische Hagelversicherung mitteilt.

Hagel zerstört die Ernte. (Foto: Photozi/stock.adobe.com)
Hagel zerstört die Ernte. (Foto: Photozi/stock.adobe.com)

Ein Blick auf das Jahr 2024 zeigt die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf Österreichs Klima: Der Winter war außergewöhnlich mild, und der Februar stellte mit Rekordwerten den wärmsten seit Beginn der Messungen dar. Auch der Frühling war der heißeste in der 258-jährigen Messgeschichte. Dies führte zu einer extrem frühen Pflanzenentwicklung und damit verbundenen Frostschäden, die insbesondere Obstkulturen und den Weinbau betrafen. Der Sommer setzte noch einen drauf, mit dem heißesten August aller Zeiten und einer Rekordzahl an Hitzetagen. Auch der Herbst fiel mit ungewöhnlich hohen Temperaturen und rekordverdächtigen Niederschlägen auf. Insgesamt wurde das Jahr 2024 zum heißesten Jahr der Messgeschichte.

Die Klimakrise hat weitreichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft, deren Erträge stark vom Wetter abhängen. Ein solches Extremjahr stellt eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Ernährungssicherheit dar, da durch Ernteausfälle die Verfügbarkeit von Lebensmitteln gefährdet ist. Besonders dramatisch ist die zunehmende Bodenversiegelung, die nicht nur den Klimawandel verstärkt, sondern auch Hochwasserschäden begünstigt und die Lebensmittelversorgungssicherheit weiter gefährdet.

Der Spätfrost Ende April allein führte zu 60 Millionen Euro an Schäden. Weitere 150 Millionen Euro gingen auf das Konto der Dürre, während Hagel, Sturm und Überschwemmungen weitere 50 Millionen Euro an Verlusten verursachten.

Die Österreichische Hagelversicherung fordert eine verstärkte ökologische Wirtschaftspolitik, um den Klimawandel zu bekämpfen und zugleich Boden- und Klimaschutz als Chancen für Wirtschaft und Natur zu nutzen. Ohne entschlossene Maßnahmen wird der Klimawandel weiterhin die Existenzgrundlage der Landwirtschaft gefährden.


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