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Seniorenbund OÖ feiert mit Festchronik und Wanderausstellung 70-jähriges Bestehen

Tips LogoKarin Seyringer, 02.03.2026 14:37

OÖ/LINZ. Der OÖ Seniorenbund feiert im Jahr 2026 70-jähriges Bestehen. Mit einer umfassenden Festchronik, einer Wanderausstellung durch alle Bezirke und zahlreichen Veranstaltungen startet der OÖ Seniorenbund ins Jubiläumsjahr – und verbindet dabei Geschichte und Zukunftsforderungen.

Der OÖ Seniorenbund präsentierte eine umfassende Chronik zum 70-Jahr-Jubiläum, v. l.: Landesobmann LH a.D. Josef Pühringer, Chronist Ignaz Ömer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner. (Foto: OÖ Seniorenbund)

Gegründet wurde der OÖ Seniorenbund am 26. Juni 1956 von Josef Ratzenböck, damals als „Österreichischer Rentnerbund – Landesgruppe Oberösterreich“. Ziel war es, Senioren anlässlich der damaligen Einführung des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes zu beraten.

„Niemand konnte zu dieser Zeit ahnen, dass aus diesem ‚Beratungs- und Sprechtagsverein‘ die größte Seniorenorganisation des Landes mit mehr als 77.000 Mitgliedern entstehen würde“, so Landesobmann LH a.D. Josef Pühringer anlässlich des Starts in das Jubiläumsjahr.

Vertretung, Information, Gemeinschaft

Die Arbeit der Seniorenorganisation stützt sich auf drei Säulen: Interessensvertretung, Beratung und Information sowie ein breites Gemeinschaftsangebot. Themen wie Pflege, Gesundheitsversorgung, Wertsicherung der Pensionen oder die Bekämpfung von Altersdiskriminierung stehen ebenso im Fokus wie Sport, Kultur, Reisen und Weiterbildung.

Im vergangenen Jahr nahmen fast 520.000 Menschen an den Aktivitäten teil, davon über 311.000 an Sport- und Bewegungsangeboten, rund 134.000 an Kulturveranstaltungen, mehr als 25.000 an Bildungsangeboten und fast 35.000 an mehrtägigen Reisen. Zudem fanden fast 13.000 persönliche Beratungen statt, wie Landesgeschäftsführer Franz Ebner erläutert.

Festchronik: Sozial- und Zeitgeschichte auf 200 Seiten

Anlässlich des Jubiläums erscheint auf 200 Seiten erstmals eine umfassende Chronik, die die Entwicklung des OÖ Seniorenbundes von der Gründung 1956 und der Phase des Aufbaus bis zur Gegenwart dokumentiert.

Der Inhalt geht aber noch weiter: Unter dem Titel „70 Jahre OÖ Seniorenbund – Zukunft braucht Herkunft“ zeichnet Chronist und Historiker Ignaz Ömer unter anderem auch nach, wie sich die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verändert haben. Zudem wird skizziert, wie sich das Altersbild in den vergangenen sieben Jahrzehnten gewandelt hat – von den schwierigen Nachkriegsjahren bis zur heutigen, aktiven selbstbestimmten Seniorengeneration.

Schließlich ist auch den 18 Bezirksgruppen und 421 Ortsgruppen ein umfangreicher Abschnitt gewidmet.

„Die Chronik zeigt, dass der OÖ Seniorenbund immer ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen war und seine Angebote und Aktivitäten sich stetig weiterentwickelt haben“, erklärt Chronist Ömer. „Und sie zeigt auch, welche Kraft im Alter steckt, wie sehr die Seniorinnen und Senioren das Land geprägt haben und wie wichtig sie für die Gesellschaft sind.“

Wanderausstellung, Veranstaltungen und neuer Online-Auftritt

Begleitend zur Chronik wandert eine Ausstellung durch alle Bezirke Oberösterreichs. Sie dokumentiert historische Meilensteine, regionale Entwicklungen und macht die ehrenamtliche Arbeit sichtbar.

Begangen wird das Jubiläum auch mit besonderen Veranstaltungen im Jahr 2026, darunter ein Festgottesdienst im Mariendom Linz und ein Festakt im Musiktheater am Gründungstag, 26. Juni. Am 27. Juni findet der Jubiläums-Wandertag in Inzersdorf im Kremstal statt.

Zum Jubiläum ist zudem der Online-Auftritt des OÖ Seniorenbundes erneuert worden. 

Forderungspaket für die „neuen Alten“

Das Jubiläumsjahr ist für den OÖ Seniorenbund zugleich Anlass für einen Zukunftsblick. Zur Jahresmitte werde ein umfassendes Forderungspaket präsentiert, kündigt Landesobmann Pühringer an. Im Zentrum stehen Pflege und Gesundheit, soziale Sicherheit, Digitalisierung, gesellschaftliche Teilhabe sowie die Anerkennung der Leistungen älterer Menschen stehen.

Ein besonderes Anliegen ist ein realistisches und wertschätzendes Altersbild. Ebenso fordert der Seniorenbund Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung sowie Verbesserungen in der Pflege – von leistbarer Kurzzeitpflege bis zu Anpassungen bei der 24-Stunden-Betreuung.


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