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Tips Logo Online Redaktion, 05.05.2021 15:19

OÖ. Am Tag der Inklusion von Menschen mit Behinderung fordert die Grüne Sozialsprecherin Ulrike Schwarz, mehr Bildungs-, Informations- und Assistenzangebote zu schaffen, damit Menschen mit Behinderung echte Teilnahme an Gesellschaft und Arbeitsmarkt ermöglicht werde.

 (Foto: Birgit Reitz-Hofmann/Shutterstock.com)
(Foto: Birgit Reitz-Hofmann/Shutterstock.com)

„Menschen mit Behinderung sind Teil unserer Gesellschaft, ihnen die aktive Teilnahme daran zu ermöglichen ist nur Pflicht, sondern auch Selbstverständlichkeit. Aber die Wirklichkeit schaut anders aus – auch in Oberösterreich. Die Betroffenen, deren Angehörigen und betreuenden Personen führen einen täglichen Kampf und stehen vor hohen Barrieren. Von fehlenden Assistenz- und Bildungsangeboten bis hin zu unverständlichen Informationen. Wir haben hier im Land an vielen Rädern zu drehen, um diese Teilhabe endlich auch wirklich zu ermöglichen. Österreich hat die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert, es wird höchste Zeit dieses Papier in die Realität zu übertragen“, so Ulrike Schwarz anlässlich des Tags der Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Hürden beim Einstieg in die Arbeitswelt

Immense Hürden würden sich etwa beim Einstieg in die Arbeitswelt türmen. Jugendliche mit Behinderung würden nach Verlassen der Schule oft sehr schnell als arbeitsunfähig eingestuft. „Damit können sie sich nicht beim AMS arbeitssuchend melden, bekommen keine Arbeits- oder Schulungsangebote wie alle anderen. Sie landen daher sehr bald in Tageswerkstätten, Fähigkeitsorientierten Aktivitäten oder bekommen bestenfalls ein Angebot der 'inklusiven Beschäftigung', wo sie nicht sozialrechtlich abgesichert sind.“

Schwarz sieht bei Soziallandessrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) die Verantwortung, gemeinsam mit den Betroffenen und den Sozialeinrichtungen die bestehenden Angebote auszubauen, flexibler und auch durchlässiger zu gestalten und die entsprechende Finanzierung sicherzustellen. 

Was konkret gefordert wird

  • eine Informationsoffensive in verständlicher Sprache zu Arbeitsplätzen in der Region, Bildungsangeboten und Unterstützungsleistungen
  • mehr Assistenzleistungen für Menschen mit Behinderung und Unterstützung für die Betriebe, die inklusive Arbeitsplätze anbieten
  • mehr Spielraum für die Trägereinrichtungen und finanzielle Absicherung, damit sie ihre Angebote flexibler anbieten können

„Es muss möglich sein, sich auch als Mensch mit Behinderung auszuprobieren aber auch zu scheitern. Daher brauchen sie auch die Sicherheit wieder in den geschützten Bereich zurückkehren zu können“, betont Schwarz.


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