Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
OÖ. Barrieren im Alltag erleben wir alle. Menschen mit Behinderung sind hier jedoch noch mehr betroffen als Menschen ohne Behinderung.

Der Inklusionsgedanke, den Fokus Mensch nachhaltig forciert, wirkt dem entgegen: Statt in einzelne Gruppierungen zu unterscheiden, soll die Gesamtgesellschaft gestärkt werden. Gerade im alltäglichen Leben passiert es jedoch schnell, dass Barrieren für bestimmte Personengruppen entstehen und sie dadurch ausgegrenzt werden.
Besonders erfreulich sind jene Beispiele, die ganz unverhofft im Alltagsleben auftauchen: So gibt es etwa im kleinen Ort Pinsdorf nahe Gmunden bei allen öffentlichen Gebäuden neben dem Eingang Schautafeln, welche die Gebärde für dieses Gebäude zeigen. Mittels gezeichneten Porträts einer Person, die mit Händen die Geste für die Gebärde zeigt, und Richtungspfeilen, die die Bewegung symbolisieren, werden die Gebäudenamen dargestellt.
Da ebenso das geschriebene Wort an der Tafel steht, können auch Passanten die Gebärdengeste für das entsprechende Wort erlernen. Diese herausragende Idee zeigt, mit welch geringem (finanziellen) Aufwand Barrieren abgebaut werden können und wie ein geglücktes Miteinander entstehen kann. Es ist wünschenswert, dass mehr Unternehmen und Gemeinden diesem Beispiel folgen.


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