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Sturmböen und Starkregen können zur tückischen Unfallgefahr werden

Tips Logo Online Redaktion, 07.08.2023 12:22

In den letzten Tagen kam es vermehrt zu Unwettern und Starkregen. Diese können beim Autofahren zur Gefahr werden. Die Verkehrsclubs ÖAMTC und ARBÖ geben Tipps für sicheres Fahren bei Unwettern.

Bei Starkregen herrscht Aquaplaning-Gefahr. (Foto: ÖAMTC Fahrtechnik/Christian Houdek)
Bei Starkregen herrscht Aquaplaning-Gefahr. (Foto: ÖAMTC Fahrtechnik/Christian Houdek)

Windstöße mit 70 km/h können Fahrzeuge mehrere Meter von der Bahn abbringen und und bei Starkregen herrscht bereits bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h Aquaplaning-Gefahr. Der ÖAMTC und der ARBÖ geben Tipps, wie man sich beim Autofahren während eines Unwetters richtig verhält:

  • Autofahrer sollten sich im Falle eines angekündigtem Sturmes bereits vor Fahreintritt darauf einstellen und ab einer Windgeschwindigkeit von 30 km/h baumreiche Strecken vermeiden.
  • Bei Unwettern sollte man das Lenkrad festhalten und die Geschwindigkeit reduzieren. So wird wertvolle Zeit gewonnen, um eventuell erforderliche Lenkkorrekturen durchzuführen.
  • Es ist wichtig die Umgebung zu beobachten. Bei starkem Wind ist es hilfreich, auf Bäume, Sträucher und das vorausfahrende Fahrzeug zu achten, beziehungsweise bei starkem Regen die Fahrbahn und -spuren im Blick behalten.
  • Automatik-Fahrer sollten sich auf die Lenkung konzentrieren und nicht versuchen, die Fahrstufe herauszunehmen.
  • Ganz wichtig ist es, Abstand zu halten. Vor allem Autos mit Anhänger und einspurige Fahrzeuge geraten leicht ins Schwanken.
  • Abrupte Fahrmanöver sollten vermieden werden. Bei starkem Sturm können Hindernisse wie Äste, Dachziegel oder gar ganze Bäume auf der Straße liegen. Besondere Vorsicht ist daher in Alleen und Walddurchfahrten geboten.  
  • Auch auf Überholmanöver sollte verzichtet werden. Besonders beim Überholen von Fahrzeugen mit großer Windangriffsfläche wie Lkw, Vans oder Wohnmobilen gerät man zuerst in den Sog des Windschattens und wird anschließend beim Weiterfahren mit voller Wucht vom Seitenwind getroffen. Zusätzlich besteht Aquaplaning-Gefahr, wenn man beim Wechseln der Fahrspur in eine Spurrille gerät. Dann beginnt das Auto in Richtung der Spurrille stark zu ziehen. Darauf reagiert man richtig, indem man das Lenkrad mit beiden Händen festhält und dem Ziehen damit entgegenwirkt.
  • Aquaplaning erkennt man durch ein lautes Wassergeräusch in den Radkästen, Verzögerung durch das Wasser und eventuell durch eine blinkende Warnleuchte. Wenn es zum „Aufschwimmen“ der Reifen auf dem Wasserfilm der Fahrbahn kommt, verlieren die Reifen den Kontakt zur Straße und das Fahrzeug ist nicht mehr lenkbar. In dieser Situation muss man die Kupplung treten und das Lenkrad in die gewünschte Fahrtrichtung drehen. Bremsen sollte man nur, wenn ein Hindernis auf der Straße liegt.
  • Hilfreich sind in jedem Fall gute Reifen. Im Idealfall sollten die Pneus mindestens vier, keinesfalls aber unter drei Millimeter Profil haben.
  • Auch im städtischen Bereich sollte man vorausschauend fahren und mit unvorhergesehenen Hindernissen wie aufgewirbelten Papier- oder Kartonteilen, Plastikplanen oder abgebrochenen Ästen rechnen.
  • Unwetter lösen bei vielen Fahrern Stress aus. Im Zweifelsfall sollte man bei zu großer Unsicherheit – wenn möglich – das Auto stehen lassen.
  • Beim Aussteigen sollte die Fahrzeugtüre vorsichtig geöffnet und der Griff fest gehalten werden. Windböen können sonst die Türe aufreißen und dadurch Schaden anrichten.
  • Um Schäden am geparkten Auto zu vermeiden sollten Parkplätze in der Nähe von älteren Gebäuden, morschen Bäumen oder Baustellen vermieden werden.


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