Das machen Biomedizinische Analytiker in der Funktionsdiagnostik
OÖ. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Biomedizinischen Analytikers in der Funktionsdiagnostik aus? Daniel Stadler, Absolvent des Bachelorstudiums Biomedizinische Analytik der FH Gesundheitsberufe OÖ, gibt dazu Einblicke. Er arbeitet in der Neurodiagnostik am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums und erlebt täglich die Vielfältigkeit dieses Berufes.

Falls nun die Frage aufkommt, was Biomedizinische Analytik eigentlich ist: Es zählt zu den medizinisch-technisch-diagnostischen Gesundheitsberufen und wird in Oberösterreich an der FH Gesundheitsberufe OÖ als Bachelor Studium angeboten. Der Beruf ist unverzichtbar für die medizinische Diagnostik und beinhaltet die Durchführung laboranalytischer und funktionsdiagnostischer Untersuchungsverfahren.
Daniel Stadler, BSc startete nach seinem Abschluss an der FH Gesundheitsberufe OÖ direkt in die Funktionsdiagnostik. Sein Weg ins Studium war nicht klassisch, denn ursprünglich arbeitete er als Zahntechniker. Über die Berufsreifeprüfung fand er in den Gesundheitsbereich. Heute verbindet er täglich technisches Know-how mit medizinischem Verständnis.
Spannender Alltag
„Mein Arbeitsbereich ist sehr abwechslungsreich und spannend. Es gibt viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, wodurch der Alltag nie eintönig wird. Besonders schätze ich den direkten Patientenkontakt sowie die ständige fachliche Weiterentwicklung, die in der Funktionsdiagnostik eine große Rolle spielt“, berichtet Stadler.
Im Schlaflabor
In der neurologischen Funktionsdiagnostik führt er unter anderem Messungen der Gehirnaktivität (EEG) durch, begleitet Patienten im Schlaflabor und übernimmt Aufgaben im Rahmen funktionsdiagnostischer Bewegungsanalysen. Viele Untersuchungen erfordern dabei die aktive Mitarbeit der Patienten. Gerade deshalb ist Kommunikation ein wichtiger Teil der Arbeit in der Biomedizinischen Analytik.
„Es menschelt“
Stadler: „Viele relevante Informationen ergeben sich erst im Gespräch: Schmerzen können in der Bewegungsanalyse sonst unbemerkt bleiben, Schlafprobleme im Schlaflabor nicht ausreichend erfasst werden und subjektive Empfindungen wie Kribbeln oder Zuckungen im EEG nicht korrekt dokumentiert werden. Es 'menschelt.' Genau das macht für mich den Reiz aus. Kein Mensch ist gleich, jede Untersuchung ist individuell. Gerade diese intensive Zusammenarbeit sorgt dafür, dass die Arbeit immer spannend und abwechslungsreich bleibt.“








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