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„WunderKInd OÖ“-Offensive: Fördercall und 300 KI-Kurse in allen Regionen Oberösterreichs

Tips LogoKarin Seyringer, 14.09.2026 18:58

OÖ/LINZ. Oberösterreich baut seine Aktivitäten rund um Künstliche Intelligenz weiter aus. Das Land stellt im Rahmen der KI-Exzellenzstrategie „WunderKInd OÖ“ rund vier Millionen Euro für Forschungsprojekte in der Industrie bereit. Gleichzeitig sind rund 300 zusätzliche KI-Kurse für die interessierte Bevölkerung in allen Regionen Oberösterreichs geplant. 

Symbolfoto (Foto: Framestock/stock.adobe.com)
Symbolfoto (Foto: Framestock/stock.adobe.com)

In ihrer Sitzung am Montag hat die Oö. Landesregierung die entsprechenden Beschlüsse für den Landes-Forschungs-Call „Industrial AI Upper Austria“ sowie für rund 300 zusätzliche KI-Kurse für die Bevölkerung gefasst.

Fördercall mit drei Hauptschwerpunkten

Mit dem neuen Forschungs-Call sollen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam KI-Lösungen für konkrete Herausforderungen in der Industrie entwickeln. Für den Call werden vom Land OÖ rund vier Millionen Euro bereitgestellt.

Im Mittelpunkt stehen drei Bereiche: KI-gestützte Maschinen, Produktions- und Fertigungsprozesse sowie KI-Anwendungen in Wertschöpfungsnetzwerken und Unternehmensprozessen. Mögliche Einsatzgebiete reichen von automatischer Qualitätskontrolle und vorausschauender Wartung bis zu digitalen Zwillingen und der Optimierung von Lieferketten.

„Künstliche Intelligenz wird Wirtschaft, Arbeit und unseren Alltag grundlegend verändern. Für Oberösterreich ist daher entscheidend, dass wir nicht zuschauen, sondern vorne dabei sind“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

Ziel der Förderung ist es unter anderem, die Produktivität zu erhöhen, Energie und Ressourcen zu sparen sowie Produktionsprozesse stabiler zu machen.

„Unser Ziel ist, Innovationen rasch aus der Forschung in die betriebliche Praxis zu bringen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Oberösterreich weiter zu stärken“, so Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).

Einreichung ab 16. September

Für eine Einreichung braucht es ein Konsortium aus mindestens einem Unternehmen und einer Forschungseinrichtung. Beide müssen einen Forschungs- beziehungsweise Wertschöpfungsschwerpunkt in Oberösterreich haben.

Projekte können von 16. September bis 10. Dezember 2026, 12 Uhr, über den FFG eCall eingereicht werden.

Rund 300 zusätzliche KI-Kurse

Neben der Forschung will das Land auch das Wissen über Künstliche Intelligenz in der Bevölkerung ausbauen. Oberösterreich beteiligt sich gemeinsam mit der OeAD-GmbH am bundesweiten Programm „Digital Überall“. Das Land stellt dafür 168.000 Euro bereit. Damit sollen rund 300 zusätzliche KI-Kurse in allen Regionen Oberösterreichs ermöglicht werden.

Die Angebote sollen einen einfachen und praxisnahen Einstieg in das Thema bieten. „KI darf kein Thema für einige wenige Experten bleiben. Wir wollen die Chancen dieser Technologie in unsere Betriebe und gleichzeitig das Wissen darüber zu den Menschen bringen. Wer KI versteht, kann sie auch besser für sich nutzen“, so Stelzer.

„WunderKind OÖ“-Strategie

Die Maßnahmen sind Teil der oberösterreichischen KI-Strategie „WunderKInd OÖ“. Erst vor wenigen Tagen wurde zudem angekündigt, dass das internationale Innovationsnetzwerk Plug and Play am Campus der Johannes Kepler Universität Linz sein erstes „Center of Excellence for Physical and Industrial AI“ innerhalb der Europäischen Union aufbauen will.

Mehr lesen: EU-weit erstes Exzellenzzentrum für physische und industrielle Künstliche Intelligenz an Linzer Universität  


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