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OÖ. Am Mittwoch, 7. Oktober, ist Welttag für menschenwürdige Arbeit. Darauf weisen der Internationale Gewerkschaftsbund und Vereine wie Südwind hin.

Am 7. Oktober ist Welttag für menschenwürdige Arbeit. Die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung und die Betriebsseelsorge OÖ haben dazu eine Karten-Aktion durchgeführt. (Foto: mensch & arbeit)

Der internationale World Day for Decent Work am 7. Oktober wurde ins Leben gerufen, um weltweit für ein angemessenes Einkommen und Grundrechte in der Arbeit einzutreten. Er soll den Blick auf die Umstände lenken, unter den Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Darüber informieren jetzt der Internationale Gewerkschaftsbund sowie Vereine wie Südwind und weltumspannend arbeiten.

Das Recht auf menschenwürdige Arbeit wird sowohl in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte als auch im Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich betont. Um in diesem Jahr ein Zeichen zu setzen, haben die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die Betriebsseelsorge OÖ Karten an Arbeitnehmer, vordergründig an Angestellte im Lebensmittelhandel und an Pflegekräfte, verteilt. „Mit unseren 7. Oktober-Karten, die wir heuer vorrangig an diese zwei Berufsgruppen verteilen, betonen wir die Notwendigkeit, faire Löhne und Bedingungen für alle zu schaffen“ sagt Christian Leonfellner, ehrenamtlicher Vorsitzender der KAB OÖ, dazu.

„Weiter Weg zu menschenwürdigen Bedingungen für alle“

Applaus alleine ist zu wenig. Die Arbeitsbedingungen seien laut KAB OÖ für bestimmte Berufsgruppen wie Verkäufer oft herausfordernd, der Lohn niedrig. Hinzu kommen derzeit Schutzmaßnahmen und Unsicherheit. Die entwicklungspolitischen Vereine Südwind und weltumspannend arbeiten ergänzen, dass die Corona-Pandemie die Auswirkungen der Auslagerung von Produktionen und Dienstleistungen vor Augen geführt habe. So führten Einreisebeschränkungen zu Engpässen von Erntehelfern oder Pflegern. Dass Lebensmittel oft unter schlechten Arbeitsbedingungen und geringer Entlohnung geerntet und hergestellt werden, sei uns selten bewusst. „Der Welttag für menschenwürdige Arbeit soll uns vor Augen führen, dass es noch ein weiter Weg hin zu einer Welt ist, in der alle Menschen die Möglichkeit haben unter menschenwürdigen Bedingungen ein ausreichendes Einkommen erreichen zu können und sozial abgesichert zu sein“, meint Eva Prenninger-Pusch, Projektleiterin bei weltumspannend arbeiten. weltumspannend arbeiten ist der entwicklungspolitische Verein des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB).

Lehrgang „Global denken - global handeln“

Gemeinsam mit Südwind veranstaltet er ab 18. November den Lehrgang „Global denken- global handeln“. Dabei werden Vertreter aus Gewerkschaften, Betriebsräte, Teilnehmer von NGOs und Initiativen miteinander bekannt gemacht. Sie bekommen Inputs und Anregungen für Diskussionen, aber auch eigenes Engagement. Ziel ist es, dass die Teilnehmer sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

www.weltumspannend-arbeiten.at


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