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OÖ. Nach einer durchverhandelten Nacht haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union jetzt auf eine gemeinsame Ausrichtung der Agrarpolitik ab 2021 geeinigt. Das unterstreiche auch die Bedeutung und den Wert der österreichischen Agrarpolitik, meint Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Agrar-Landesrat und OÖ Bauernbund Obmann Max Hiegelsberger berichtet, dass es bei den Verhandlungen rund um eine gemeinsame EU-Agrarpolitik zu einer Einigung gekommen sei. (Foto: Hermann Wakolbinger)

Auf EU-Ebene ist es am Mittwoch, 21. Oktober, zu einer Einigung hinsichtlich der Ausrichtung der gemeinsamen Agrarpolitik ab 2021 gekommen. Mit diesem Ergebnis werden nun die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament begonnen, informiert Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP). „Die gemeinsame Agrarpolitik ist nach wie vor eine tragende Säule unserer heimischen Familienbetriebe. Allein aus dem Produkterlös können auch unsere oberösterreichischen Betriebe, die eine starke Produktionsleistung aufweisen, nicht auf Dauer bestehen. Die öffentlichen Zahlungen seitens der Europäischen Union sind daher ein wichtiger Einkommensbestandteil, die dahinter stehenden politischen Zielsetzungen bilden den Rahmen dafür, wie sich unsere Betriebe entwickeln“, führt Hiegelsberger aus. Aus oberösterreichischer Sicht sei es laut ihm besonders wichtig, dass der Fokus auf Ernährungssicherung gelegt werde.

Inhalte sind höhere Umweltstandards und ländliche Entwicklung

Im Detail wurden das Budget für die Agrarpolitik der EU und eine Reform beschlossen. Inhalte sind unter anderem die Erhöhung der Umweltstandards und die Weiterführung der ländlichen Entwicklung. Damit können etwa Maßnahmen für die Landwirtschaft wie das Agrarumweltprogramm ÖPUL, die Biolandwirtschaft, das Naturschutz- und Tierwohl sowie die Ausgleichszulage für Bergbauern fortgeführt und weiterentwickelt werden.

Österreich hat im EU-Vergleich hohe Umwelt- und Tierwohlstandards und nimmt in der Kategorie der nachhaltigsten Landwirtschaft den ersten Platz ein. 26 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird bereits biologisch bewirtschaftet. Mehr als 80 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Österreichs nehmen am Agrarumweltprogramm ÖPUL teil. „Es war nicht einfach andere Länder von der ökologischen Ausrichtung der GAP zu überzeugen. Doch die Einigung ist einmal mehr ein positives Signal für mehr Umwelt- und Klimaschutz und bestätigt damit die österreichischen Bestrebungen. Das unterstreicht die Bedeutung und den Wert der österreichischen Agrarpolitik. Naturnahe Landwirtschaft wurde und wird von den österreichischen Bäuerinnen und Bauern stets praktiziert und gelebt“, hält Hiegelsberger fest.


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