Neue Stiftung für Arbeitslose startet im Jänner

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Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 30.11.2020 19:32 Uhr

OÖ. Im Jänner 2021 startet die neue oberösterreichische Zukunftsstiftung für all jene, die aufgrund der Corona-Pandemie arbeitslos geworden sind oder werden. Dafür stellen das Land, das AMS OÖ sowie die Wirtschaftskammer und die Arbeiterkammer OÖ 20 Millionen Euro zur Verfügung. Über die Details informiert Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.

Oberösterreichs Bruttoinlandsprodukt sei im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten um zwölf Prozent gestiegen. Trotzdem bleibe der Arbeitsmarkt im Fokus der Landespolitik, sagt Wirtschafts- Landesrat Markus Achleitner (ÖVP). „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz und jeden Betrieb in unserem Bundesland und setzen dazu den OÖ. Schulterschluss für Beschäftigung weiter fort. Am 1. Dezember findet ein Forum Aktive Arbeitsmarktpolitik statt, bei dem sich nicht nur die oö. Sozialpartner und andere Stakeholder im Bereich Arbeitsmarkt einbringen können, sondern auch alle im OÖ. Landtag vertretenen Parteien. Ein konkretes Ergebnis unseres Schulterschlusses für Beschäftigung in Oberösterreich wird bereits zeitnahe umgesetzt: Mit 1. Jänner startet die OÖ. Zukunftsstiftung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aufgrund von Corona arbeitslos geworden sind oder werden“, führt Achleitner aus.

Vorangehende Dialoge

Im Detail sollen Arbeitssuchende durch die Stiftung in Qualifizierungsmaßnahmen und damit rasch in Beschäftigung gebracht werden. Das verschaffe auch den Betrieben die nach wie vor dringend benötigten Fachkräfte. Die oberösterreichische Zukunftsstiftung besteht aus der Insolvenzstiftung und der Zielgruppenstiftung. Das Geld dafür kommt vom Land, vom Arbeitsmarktservice Oberösterreich, der Wirtschafts- und der Arbeiterkammer. „Wir haben uns von Beginn der Krise an zum Ziel gesetzt, möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu halten oder rasch wieder in Beschäftigung zu bringen. Dafür wird in Oberösterreich viel Geld in die Hand genommen und zugleich an allen sinnvollen Stellschrauben gedreht. Ich habe deshalb bereits im Mai einen ’OÖ. Arbeitsmarktdialog‘ ins Leben gerufen, um gemeinsam mit allen relevanten Stakeholdern für den Arbeitsmarkt, vom Arbeitsmarktservice OÖ und Sozialministeriumservice OÖ über die Interessensvertretungen bis hin zu Expertinnen und Experten, auszuloten, wie die Arbeitsmarktpolitik in OÖ aufgrund der Corona-Krise nachjustiert werden muss. Nach dem 1. Dialog am 26. Mai hat es mehrere Sitzungen der Arbeitsgruppen ‚Jugendbeschäftigung‘ und ‚Qualifizierung‘ im Sommer gegeben, deren Ergebnisse dann auch in den ‚Oberösterreich-Plan‘ eingeflossen sind. Am 17. Oktober erfolgte ein 2. Dialog und mit dem Forum Aktive Arbeitsmarktpolitik am 1. Dezember wird auch den Vertreterinnen und Vertreter der Landtagsparteien die Möglichkeit geboten, sich einzubringen“, schildert Achleitner zum Hintergrund.

Mit dem Stichtag 26. November sind in Oberösterreich etwa 62.000 Beschäftigte in mehr als 5.000 Betrieben in Kurzarbeit. Anfang Oktober waren es noch 34.000 Personen in 3.000 Betrieben. „Positiv aus der Sicht des Arbeitsmarktes ist der deutliche Rückgang bei den Quarantänezahlen: Waren Mitte November noch mehr als 41.000 Menschen in Oberösterreich in Quarantäne, so ist diese Zahl jetzt auf rund 27.000 zurückgegangen“, sagt Achleitner abschließend.

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