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LINZ/OÖ. Das EU-Interreg-Projekt „eDigiStars“ verfolgt das Ziel, ältere Arbeitnehmer digital fit zu machen. Dazu arbeitet das Projektteam mit Interessensvertretern aus Wirtschaft, Politik sowie Qualifizierungsanbietern zusammen.

Bis Ende 2022 läuft das EU-Interreg-Projekt "eDigiStars". Es soll ältere Arbeitnehmer digital fit machen (Symbolbild). (Foto: insta_photos/Shutterstock.com)

Am 23. November 2020 traf sich der eDigiStars-Projektbeirat virtuell zum ersten Mal. Dabei wurden die Teilziele vorgestellt und diskutiert. So sollen Menschen über 50 Jahre dazu ermutigt werden, digital aktiv zu sein. Das kann nach Ansicht der Teilnehmer gelingen, wenn Aus- und Weiterbildungsangebote einfach zugänglich sind, adäquate Tools zur Verfügung stehen und den Menschen der Sinn der digitalen Aktivitäten vermittelt wird. Auch die Angst vor digitalen Themen und Umschulungen müsse älteren Arbeitskräften genommen werden. Vertrauenspersonen sollen ihnen den persönlichen Nutzen verdeutlichen.

Berufliche Positionen in Teilaufgaben zerlegen

Darüber hinaus sollen flexible Beschäftigungsformen für ältere Arbeitnehmer gefördert werden. Berufliche Positionen könnten etwa in einzelne Teilaufgaben zerlegt werden. „Die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ist ein stets präsentes arbeitsmarktpolitisches Thema und dementsprechend freue ich mich hier auf neue, internationale Impulse und auf die Zusammenarbeit im Projekt eDigiStars“, sagt Christian Mayer vom Human Capital Management der Business Upper Austria.

Um eine adäquate Qualifizierung und Weiterbildung anzubieten, sollen laut den Beratern der Bedarf und die Wünsche der älteren Mitarbeiter erhoben werden. „Qualifizierung ist ein absolutes Schlüsselthema. Unsere Erfahrung mit Firmen ist: Arbeitsplätze können dann aufgeschlossen besetzt werden, wenn das Thema Qualifizierung mitgedacht wird“, hält Claus Jungkunz vom WAGE Netzwerk fest.

Vom AMS bis zur Wirtschaftskammer OÖ

Hinter eDigiStars stehen Vertreter des AMS Wels, der Abteilung Human Capital Management der oö. Standortagentur Business Upper Austria, das Referat für Erwachsenenbildung sowie die Abteilung Wirtschaft und Digitalisierung der Oö. Landesregierung, der ÖGB Oberösterreich, die Industriellenvereinigung OÖ, das WAGE-Netzwerk, die Volkshilfe Arbeitswelt, das WIFI OÖ, das BFI OÖ, die Wirtschaftskammer OÖ, die Arbeiterkammer OÖ sowie zwei Vertreter der KC-Partnerunternehmen Michael Heinzlreiter e.U. und JPMC – Johann Peter Mattischek Consulting. „Die ureigenste Tätigkeit des Clusters ist es, relevante Partner an einen Tisch zu bringen, um eine Lösung für ein Problem zu finden, zu koordinieren und zu moderieren – wie auch in diesem Projekt“, schließt Jürgen Bleicher, Projektmanager im Kunststoff-Cluster. Dieser Bereich der Business Upper Austria wurde als österreichischer Vertreter einer Branche mit teilweise hohem Digitalisierungsgrad und starkem Bedarf an Fachkräften gefragt, am Projekt teilzunehmen. „eDigiStars“ ist bis Ende 2022 angesetzt.


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