Land OÖ senkt Jagdabgabe
OÖ. Die Corona-Pandemie stellt auch die Lebens- und Wirtschafssituation im ländlichen Raum vor Herausforderungen. So haben beispielsweise Jäger aufgrund geschlossener Gasthäuser weniger Möglichkeiten, ihr Wild zu verkaufen. Um sie zu unterstützen, senkte das Land OÖ in diesem Jahr die Jagdabgabe.

In vielen Branchen wie zum Beispiel im Jagdbetrieb sind die Kosten im Corona-Jahr unverändert geblieben. Gleichzeitig sanken die Einnahmen. Um betroffene Menschen zu unterstützen, verzichtet das Land Oberösterreich auf die vorgesehene Inflationsanpassung bei Kommissionsgebühren und senkt die Jagdabgabe für Jäger. Im Detail bedeutet das, dass die Jagdabgabe in diesem Jahr von derzeit 30 Prozent des Jagdwerts auf 20 Prozent bei Fälligkeit reduziert wird. Die restlichen zehn Prozent werden ab Fälligkeit ein Jahr lang zinsfrei gestundet. Damit verzichtet das Land auf rund 570.000 Euro.
Weitere 150.000 Euro erlässt das Land bei den Kommissionsgebühren, die unter anderem bei KFZ-Genehmigungen, Bauverhandlungen oder der Bewilligung für Röntgenanlagen anfallen. Auf die vorgesehene Inflationsanpassung von mehr als zehn Prozent wird verzichtet. 60.000 Euro lassen die Gemeinden diesbezüglich nach. Hier sei bereits ein entsprechender Antrag in der Landesregierungssitzung genehmigt worden, informieren Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) in einer gemeinsamen Aussendung.
„Signal der Entlastung für viele Landsleute“
„Die Corona-Krise bringt für alle teils enorme Belastungen mit sich. Der Verzicht auf die Erhöhung dieser Gebühren ist ein Signal der Entlastung für viele Landsleute – und gerade in der aktuellen Situation wichtig. Auf der anderen Seite investieren wir mit unserem OÖ-Plan in alle Bereiche des Landes, um Arbeitsplätze zu sichern und Oberösterreich wieder stark zu machen“, sagt Stelzer. Es liege in der Verantwortung der Politik, den Leistungsträgern unter die Arme zu greifen, ergänzt Steinkellner in Vertretung von Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ). Die Gebührenbremse sei ein weiterer Schritt in diese Richtung.


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