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Niederschwellig und komplett anonym - Online-Beratungsangebot für Frauen in OÖ weiter ausgebaut

Tips LogoNicole Dirnberger, 11.04.2022 13:55

OÖ. Nachdem das Beratungsangebot des Frauenreferates des Landes OÖ so gut angenommen wurde, wird diese Form der Beratung weiter ausgebaut. Zahlreiche oberösterreichische Frauenberatungsstellen vernetzten sich auf www.frauenberatung-ooe.at und bieten seit April einen One Stop Shop der Frauen- und Mädchenberatung an. Bisher sind schon 22 Anfragen oberösterreichweit eingegangen. 

Im Bild v.l.: Eva Schuh (Geschäftsführerin Gewaltschutzzentrum OÖ), Christina Schwaiger-Hengstschläger (Geschäftsführerin afz), LH-Stv.in Christine Haberlander, Gabriele Hofer-Stelzhammer (Obfrau Verein Zoe), Maria Brunner (Abteilungsleiterin Fördermanagement AMS OÖ), Ulrike Bernauer-Birner (Geschäftsführerin VFQ Gesellschaft für Frauen und Qualifikation mbH). Foto: Land OÖ/Lisa Schaffner

Die Themen reichen von einer Beratung zur Selbststärkung, zur Berufs- und Schwangerschaftsberatung, über Beratung zu juristischen und finanziellen Fragen bis hin zur Beratung von Gewalt betroffenen Frauen. „Wir haben in Zeiten von Corona gesehen, dass Frauen Hilfe und Unterstützung brauchen“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander. Und ergänzt, dass man einen Bedarf gesehen habe in dieser Zeit, den man so noch nie erkannt hatte. Ziel dieser neu aufbereiteten Plattform ist es, dass Frauen sich alles anonym und vertraulich von der Seele schreiben können. Danach wird geschaut, ob eine persönliche Beratung erforderlich ist oder nicht. 

Enormer Anstieg und Bedarf

Christina Schwaiger-Hengstschläger, Geschäftsführerin von afz (Autonomes Frauenzentrum), berichtet davon, dass es einen enormen Anstieg und Bedarf an Onlineberatung gab und gibt. Die Frauen melden sich vor allem abends, nachts, „dann, wenn mal Zeit ist, die Gedanken zu sortieren“, sagt sie. Die Regionalität des afz ist einzigartig. In ganz Oberösterreich gibt es 22 Beratungsstellen. 

Vor allem junge Frauen

„Junge Frauen neigen eher zur Onlineberatung“, ist sich Eva Schuh, Geschäftsführerin vom Gewaltschutzzentrum OÖ, sicher. „Leider fühlen von Gewalt betroffene noch immer Scham“. Die Plattform soll daher niederschwellig dagegenwirken und soll Betroffenen Mut machen, sich zu melden. Auch das Arbeitsmarktservice ist dabei. Ihnen sei es wichtig, die Frauen bei den Themen Beruf und Berufswahl zu unterstützen. Der Verein für Schwangerschaftsberatung - Zoe - bietet schon seit fünf Jahren eine Chat- und Onlineberatung an und ist nun auch mit dabei. 


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