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OÖ. Zufriedenstellend endete das Jahr 2022 am oö. Arbeitsmarkt, mit Dezember-Rekordbeschäftigung und niedrigster Dezemberarbeitslosigkeit seit 2011. Die Arbeitslosenquote lag um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr, teilt das AMS OÖ mit.

 (Foto: Agata Kadar/stock.adobe.com)
(Foto: Agata Kadar/stock.adobe.com)

„Das turbulente Jahr 2022 endet mit einer sehr zufriedenstellenden Situation am oberösterreichische Arbeitsmarkt: Rekordbeschäftigung und die niedrigste Dezemberarbeitslosigkeit seit 2011. Besonders erfreulich ist der starke Rückgang der Langzeitbeschäftigungslosigkeit. Der Anstieg der Bauarbeitslosigkeit dürfte ersten Analysen zufolge auf die Witterungssituation im Dezember zurückzuführen sein. Trotz aller Unsicherheiten geht unser Blick optimistisch in das neue Jahr“, analysiert Iris Schmidt, stellvertretende AMS OÖ-Landesgeschäftsführerin.

In der Baubranche gab es mit Dezember 7.157 arbeitslos gemeldete Personen, ein Plus von 484.

5,1 Prozent Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote betrug in Oberösterreich im Dezember 5,1 Prozent (Österreichschnitt: 7,4 Prozent) und lag damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. 686.000 Personen (12.000 bzw. 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr) waren in Beschäftigung. Die Zahl der Arbeitslosen lag deutlich niedriger als vor einem Jahr (um 2.035 bzw. 5,2 Prozent weniger, auf 37.044 Personen). In Schulungen befinden sich 8.951 Personen (minus 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Weniger Langzeitarbeitslose

Die Arbeitslosigkeit sank bei den Frauen (minus 1.483; minus 9,8) stärker als bei den Männern (minus 552; minus 2,3 Prozent). Bei Jugendlichen unter 25 Jahre zeigte sich ein Rückgang von 3,1 Prozent (minus 145) bei den Vorgemerktenzahlen. Noch deutlicher ging die Arbeitslosigkeit bei Personen über 55 Jahre gegenüber dem Vorjahr zurück, mit minus 7,6 Prozent (minus 605). Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen ging ebenfalls weiter zurück und liegt mittlerweile um 3.156 Personen unter dem Vorjahresniveau - ein Minus von 31,8 Prozent).

Knapp 30.000 offene Stellen

Den 37.044 arbeitslos gemeldeten Personen standen Ende Dezember beim AMS OÖ 29.790 offene Stellen gegenüber, um 2.309 bzw. 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem waren 1.892 sofort verfügbare Lehrstellen (plus 326 bzw. plus 20,8 Prozent) und 620 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (plus 164; plus 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gemeldet.

Stelzer/Achleitner: „Qualifizierung Gebot der Stunde“

„Der Arbeitsmarkt hat sich in Oberösterreich im abgelaufenen Jahr trotz der sehr herausfordernden Rahmenbedingungen als äußerst stabil erwiesen: Ende Dezember 2022 hat es in unserem Bundesland um knapp 12.000 Beschäftigte mehr und um mehr als 2.000 Arbeitslose weniger als im Dezember des Jahres davor gegeben. Zugleich wies Oberösterreich 2022 mit 4,0 Prozent gemeinsam mit Tirol die zweitniedrigste Jahresarbeitslosenrate aller Bundesländer auf“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für Oberösterreich. „Auch wenn die Prognosen für das neue Jahr 2023 – wie zuletzt durch das Wifo - wieder etwas zuversichtlicher ausgefallen sind, bleibt die Lage herausfordernd. Daher setzen wir weiterhin auf aktive Arbeitsmarktpolitik und Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.“

Angesichts der offenen Stellen bleibe „Qualifizierung das Gebot der Stunde. Denn Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erhöhen nicht nur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Arbeitssuchende, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag dazu, dass unsere Betriebe jene Fachkräfte bekommen, die sie dringend benötigen.“


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