Lindner: OÖ zum Vorzeigebundesland für Kinderrechte machen
OÖ. Seit sechs Monaten ist Michael Lindner als Mitglied der Oö. Landesregierung für die Agenden Kinderschutz, Jugendschutz, Tierschutz, Verwaltungspolizei und die SP-geführten Gemeinden zuständig. Die großen Schwerpunkte bleiben auch nach den ersten sechs Monaten im Amt weiterhin bestehen: die Stärkung der Kinderrechte und die Novellierung des Jugendschutzgesetzes. Konkrete Projekte für das zweite Halbjahr betreffen vor allem den Präventionsbereich für mehr Kinderschutz in Oberösterreich.

„Bereits in den ersten Monaten durfte ich viele tolle Organisationen und Projekte kennenlernen. Ich freue mich auch weiterhin darauf, für und mit den Kindern und Jugendlichen in Oberösterreich gemeinsam Politik zu machen und mich für jene einsetzen zu können, die oftmals nicht gehört werden. Ich will Oberösterreich zum Vorzeigebundesland für Kinderrechte machen und die Beteiligung junger Menschen an politischen Entscheidungen weiter forcieren. Für mich gibt es keine schönere und edlere Aufgabe, als mich für Kinder und Jugendliche in unserem Land starkzumachen“, so Landesrat Lindner.
Jugendschutzgesetz: Nächste Sitzung am 24. Mai
Unter Landesrat Lindner wird das Oo. Jugendschutzgesetz novelliert. Nach einem Beteiligungsprozess von Jugendlichen, Eltern und Jugendorganisationen wird die Novelle derzeit um Unterausschuss debattiert. Die nächste Sitzung findet am 24. Mai statt. Hier werden unter anderem Experten aus anderen Bundesländern eingeladen, um über die Erfahrungen nach der Harmonisierung der Ausgehzeiten zu berichten.
Neben der Anpassung der Ausgehzeiten an die anderen acht Bundesländer sieht die Novelle auch ein Verbot von rauchbaren CBD-Produkten und tabakfreien Nikotinbeutel für unter 18-Jährige vor.
Leitfaden für Kinderschutzkonzepte
Schon im November gab es eine gemeinsame Konferenz aller Partner der Kinder- und Jugendhilfe in OÖ, diese soll nun jährlich stattfinden. Um die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen noch besser zu schützen, haben Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe und Praktiker einen gemeinsamen Leitfaden für die Entwicklung von Schutzkonzepten in sozialpädagogischen Einrichtungen konzipiert.
„Das Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen Abteilung, Einrichtungen und Trägern ist ein wertvoller und nachhaltiger Ratgeber für sozialpädagogische Institutionen. Der Leitfaden wird nun direkt in den Einrichtungen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen zum Leben erweckt. Es geht darum, einen sicheren Hafen zu schaffen und ein sicheres und gutes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter. Es freut mich besonders, dass dieser Leitfaden nun auch Vorbild für die Kinderbildungseinrichtungen geworden ist“, so Lindner.
Kampagne für Pflegeelternschaft
Im März startete auf Initiative von Kinderschutz-Landesrat Michael Lindner gemeinsam mit der Kinder- und Jugendhilfe in den Bezirken Gmunden und Vöcklabruck die Kampagne „Pflege-Eltern.Jetzt“. Ziel ist es, neue Pflegeeltern zu gewinnen. Neben der „Vollzeit-Pflegeelternschaft“ werden vor allem die Möglichkeit der flexiblen Betreuungsform beworben. In den Bezirken gebe es bereits erste positive Rückmeldungen. Mehr Informationen gibt es unter www.pflege-eltern.jetzt
Kinderschutz-Paket
In Arbeit ist auch ein Kinderschutz-Paket für Oberösterreich, mit den Kompetenzzentren Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes OÖ. „Das wichtigste ist Prävention, Prävention, Prävention! Familien sind in den letzten Krisenjahren verstärkt unter Druck geraten – das spüren wir auch in unseren Unterstützungsstrukturen. Gewalt – egal ob physisch oder psychisch – darf keinen Platz in der Erziehung haben“, so Lindner.
Zudem soll die Rechtsposition der Kinder- und Jugendanwaltschaft deutlich gestärkt werden – an einem Gesetzesentwurf zu einem Vorschlag für ein eigenes Kinder- und Jugendanwaltschaft-Gesetz wird gearbeitet.


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