Fachkräftemonitor wurde überarbeitet
LINZ. Der OÖ. Fachkräftemonitor, der zur Analyse von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage für Oberösterreich als Ganzes bzw. für die Regionen Innviertel, Linz-Wels, Mühlviertel, Steyr-Kirchdorf und Traunviertel verwendet werden kann, wurde verbessert.

Seit 2013 setzt Oberösterreich auf den sogenannten Fachkräftemonitor, um im Bilde zu sein wie sich die aktuelle Situation darstellt. Die interaktive Webanwendung ermöglicht die Analyse von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage und ist damit ein wichtiges Prognosetool – sowohl für die Arbeitsmarktpolitik als auch für die Betriebe am Standort. Nun wurde der Fachkräftemonitor einem Relaunch unterzogen „Um die richtigen Entscheidungen treffen zu können, sind aussagekräftige Zahlen über Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt unerlässlich. In Zusammenarbeit mit dem WifOR Institute haben wir unseren OÖ. Fachkräftemonitor daher umfassend überarbeitet“, so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.
Mit dem nunmehr umgesetzten Update sind neben der Analyse nach Regionen und Branchen jetzt auch detaillierte Auswertungen einzelner Berufe möglich. Die Grundlage für das Arbeitsangebot bilden nun Eurostat-Daten in Kombination mit spezifischen Arbeitsmarktdaten von Statistik Austria. Der Prognosehorizont wurde bis zum Jahr 2040 erweitert. „Der Fachkräftemonitor Oberösterreich ist einzigartig. Es gibt europaweit kein vergleichbares Informationstool, das in der Lage ist, derart detaillierte Aussagen über die Zukunft des Arbeitsmarkts zu treffen. Der Monitor verwendet Machine-Learning-Methoden, um die Arbeitsnachfrage anhand von Online-Stellenangeboten noch genauer zu schätzen. Damit wir rasch auf neue Entwicklungen reagieren können, wird er jährlich aktualisiert“, betont der Landesrat. Die aktuelle Prognose des Monitors zeigt einen hohen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften, allerdings ist der in Oberösterreich erwartete Fachkräftebedarf mit rund 83.500 fehlenden Fachkräften im Jahr 2030 geringer als bisher prognostiziert. Mit ein Grund für den dennoch großen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist auch der demographische Wandel. Bis zum Ende des Jahrzehnts sinkt nicht zuletzt aufgrund von Pensionierungen das Angebot von derzeit 728.150 Fachkräften (Beschäftigte und Arbeitssuchende) auf 685.080 Personen.


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