Lehrausbildung wird durch die Wirtschaftskrise geschwächt
OÖ. Die derzeitige Wirtschaftskrise wirkt sich laut einer Studie nun auch auf die Lehre aus.

„Lehrausbildung im Fokus: Aktuelle Wünsche und Vorschläge der Unternehmen für die Fachkräfte von morgen“ heißt die betreffende Studie, in Auftrag gegeben von zukunft.lehre.österreich und der Industriellenvereinigung, durchgeführt vom market-Institut.
Ergebnis: Obwohl es längere Zeit gelungen war, die Auswirkungen der derzeitigen Rezession auf die Fachkräfteaktivitäten gering zu halten, sieht nunmehr rund ein Viertel der Befragten die Lehrausbildung durch die Wirtschaftskrise geschwächt.
Gleichzeitig bleibt für die Unternehmen der hohe Stellenwert der betrieblichen Ausbildung bestehen: 92 Prozent der befragten Unternehmen wünschen sich für die Lehrausbildung einen höheren Stellenwert auf der politischen Agenda.
Defizite bei den Lehrlingen
Unter diesen Rahmenbedingungen falle es besonders ins Gewicht, wenn die Bewerber nicht jene Eigenschaften mitbrächten, die man nach der achten Schulstufe von ihnen erwarten könnte. So beobachteten Betriebe vermehrt Defizite im Bereich der Grundkompetenzen, Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt und ihren Umgangsformen.
79 Prozent der Betriebe sehen einen Bedarf an intensiverer Vorbereitung auf das Arbeitsleben und die beruflichen Anforderungen. Besonders größere Unternehmen betonen hier den Wunsch nach Verbesserung. Die Betriebe stellen dazu grosso modo die Angebote zur Verfügung: 94 Prozent der Betriebe bieten Schnuppermöglichkeiten an, die auch von Dreiviertel ihrer zukünftigen Lehrlinge genutzt würden.


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