Norbert Höpoltseder ist neuer Präsident des Pensionistenverbandes OÖ
OÖ/LINZ/WEISSKIRCHEN. Der Pensionistenverband Oberösterreich (PVOÖ) hat mit Norbert Höpoltseder einen neuen geschäftsführenden Präsidenten. Nachdem Birgit Gerstorfer bereits Anfang Juli zur Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreich gewählt worden war, übergab sie ihr Amt in Oberösterreich am 14. Oktober an den 65-jährigen Bürgermeister der Gemeinde Weißkirchen an der Traun und legte damit ihre Doppelfunktion nieder. Beide freuen sich auf eine enge Zusammenarbeit.

„Ich freue mich sehr, dass wir einen Nachfolger gefunden haben, der über langjährige Erfahrung im Umgang mit den Bürgern verfügt und eine ausgeprägte Menschenorientierung mitbringt. Als Bürgermeister war er in den vergangenen Jahren mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert – inhaltlich ist er ein wahrer Tausendsassa. Genau so jemanden braucht der PVOÖ“, so Birgit Gerstorfer in Richtung ihres Nachfolgers in Oberösterreich.
Erst Anfang dieser Woche, am 14. Oktober, wurde Norbert Höpoltseder im Landesvorstand einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Bis März 2026 wird Höpoltseder das Amt des geschäftsführenden Landespräsidenten vorerst übernehmen, dann wird es eine Wahl bei der PVOÖ-Landeskonferenz geben.
Erfahrung und Verantwortung
Rund 70.000 Mitglieder in über 300 Ortsgruppen verzeichnet der PV in Oberösterreich.
„Meine Motivation für dieses Amt liegt in einer Kombination aus persönlicher Erfahrung, sozialer Verantwortung und dem Wunsch, die Lebensqualität der Pensionisten zu verbessern“, so der noch amtierende Bürgermeister und ehemalige Polizist, Norbert Höpoltseder. Nach 18 Jahren an der Spitze der Gemeinde Weißkirchen an der Traun wird es Ende Oktober einen neuen Bürgermeister geben.
Er wolle jenen eine Stimme geben, die über Jahrzehnte hinweg den gesellschaftlichen Zusammenhalt getragen hätten. Seine Schwerpunkte liegen demnach auf der Stärkung der sozialen Teilhabe, der Absicherung von Pflege und Gesundheit, der Förderung digitaler Inklusion sowie einer aktiven politischen Interessenvertretung. Vielen Pensionisten würde es zunehmend an sozialem Anschluss fehlen, wird betont.
Herausforderungen
Herausforderungen würde es in den kommenden Jahren viele geben: Pflege und Gesundheitsversorgung, Digitalisierung, Mobilität im Alter, Einsamkeit und soziale Sicherheit. „Die Welt verändert sich – und wir müssen uns mit ihr verändern. Wichtig ist, mit Offenheit und Mut zu reagieren und neue Wege zu gehen, die Sicherheit und Teilhabe zugleich ermöglichen.“
Vom Pensionistenverband werde es mit Sicherheit ein entsprechendes Schulungsangebot hinsichtlich Digitalisierung und ID-Austria geben, aber man dürfe auf keinen Fall vergessen, dass es auch zukünftig Ältere geben werde, die mit der Digitalisierung nicht mitkommen würden. Analoge Angebote müssen weiterhin eine Option darstellen, so Höpoltseder.
Zudem kritisiert er Aussagen, wonach es im Pflegebereich keine Probleme gebe: „Ich weiß als Bürgermeister selbst, dass das eben nicht ganz so ist, wie es hier steht, dass wir dort und da sehr wohl Probleme haben. Es geht nicht nur um die Altenheime, es geht auch um die Pflege zu Hause.“
Achse mit Wien
Birgit Gerstorfer, seit Anfang Juli Präsidentin des Pensionistenverbands Österreich, freut sich auf eine Achsenbildung mit Wien.
„Nachdem wir eine sehr starke Bundesvorsitzende haben, die aus Oberösterreich kommt, bin ich mir sicher, dass wir diesbezüglich eine sehr starke Achse bilden werden“, betont der neue Präsident des PVOÖ. Auch Jutta Kepplinger, Landesgeschäftsführerin Pensionistenverband OÖ, spricht von einer zukünftigen Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
„Ich habe eine wunderbare Geschäftsführerin an meiner Seite, die mich entsprechend unterstützen wird, dass ich in diese Materie hineinwachse, das habe ich schon in den letzten Tagen erfahren dürfen, eine sehr wertvolle Unterstützung“, so der neue PVOÖ-Präsident.


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