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Von Süßigkeiten bis Verkleidungen: Was Oberösterreicher für Halloween kaufen

Tips LogoKarin Seyringer, 30.10.2026 12:36

OÖ. Zu Halloween am Samstag, 31. Oktober, rechnet der oberösterreichische Handel mit Ausgaben von knapp 14 Millionen Euro. Das geht aus Erhebungsdaten der KMU Forschung Austria hervor. Gefragt sind vor allem Süßigkeiten, Kürbisse, Dekoration und Kostüme. Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) weist zugleich auf mögliche Gefahren durch Verkleidungen und Schminke hin.

 (Foto: rockvillephoto/stock.adobe.com)
(Foto: rockvillephoto/stock.adobe.com)

Personen, die für Halloween einkaufen wollen, geben laut KMU Forschung Austria-Erhebung durchschnittlich rund 50 Euro aus. 

Süßigkeiten vor Kürbissen und Dekoration

Mit 89 Prozent der Nennungen stehen Süßigkeiten auf der Einkaufsliste an erster Stelle. Zierkürbisse zum Basteln nannten 41 Prozent der Befragten. Dekorationsartikel wie Spinnennetze oder Geisterfiguren folgen mit 33 Prozent, Kostüme mit 31 Prozent. Schminke, Schmuck und Accessoires werden von 23 Prozent genannt.

Vor allem jüngere Menschen wollen laut Erhebung Halloween feiern: Von den 15- bis 29-Jährigen geben 71 Prozent an, auf jeden Fall oder wahrscheinlich mitzumachen. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 55 Prozent. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil laut Studie ab.

Unter den Befragten, in deren Haushalt Kinder bis 16 Jahre leben, geben 77 Prozent an, dass ihre Kinder zu Halloween in der Nachbarschaft umherziehen. Unabhängig davon, ob sie selbst Kinder haben, wollen 42 Prozent aller Befragten auf jeden Fall Süßigkeiten oder kleine Geschenke verteilen. Weitere 36 Prozent sagen, dass sie dies wahrscheinlich tun werden. Acht Prozent wollen wahrscheinlich nichts verteilen, 15 Prozent auf keinen Fall.

Spartenobmann sieht wirtschaftliche Impulse

„Halloween hat sich auch in Oberösterreich als fester Teil des jährlichen Eventkalenders etabliert. Zahlreiche Veranstaltungen und Konsummöglichkeiten bescheren dem oberösterreichischen Einzelhandel jährlich feste Einnahmen“, so Martin Sonntag, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer OÖ. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bringe der Kaufanlass Halloween wirtschaftliche Impulse für den oberösterreichischen Einzelhandel.

Kostüme bei Kontrolle beanstandet

Unterdessen verweist Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) auf Schwerpunktkontrollen der AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit und der Lebensmittelaufsicht. Immer wieder würden bei Verkleidungen Sicherheitsmängel festgestellt – von zu hoher Entflammbarkeit über Erstickungs- und Strangulationsgefahr bis hin zu Schadstoffen wie Weichmachern. Bei dekorativer Kosmetik würden zudem häufig Produkte durch verbotene Duftstoffe, Schwermetalle und mangelhafte Kennzeichnung auffallen.

In der Schwerpunktaktion 2026 wurden österreichweit 61 Faschingskostüme überprüft, davon wurden 24,6 Prozent teils mehrfach beanstandet. Aus Oberösterreich stammten 23 Proben, von denen fünf beanstandet wurden.

Worauf bei Verkleidungen zu achten ist

Kaineder empfiehlt, bei Kostümen auf Qualität zu achten und CE-Zeichen zu prüfen. „Meine Tipps für Eltern: Auf Verkleidungen mit herablösbaren Kleinteilen oder langen Schnüren und Bändern besser verzichten, Kostüme aus Baumwolle bevorzugen und vor Gebrauch waschen.“ Zudem sollten Hochflor Plüsch, lange Fransen/Tülllagen gemieden und Abstand zu offener Flamme gehalten werden.

Bei Schminke wird geraten, zu Produkten auf Wasserbasis zu greifen. Diese sollten vor der Anwendung am Unterarm auf Verträglichkeit getestet werden. Alte oder überlagerte Schminke sollte nicht mehr verwendet werden.


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