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OTTNANG/HOLZLEITHEN. Die jährliche Feier der SPÖ fand beim Gedenkstein vor dem ehemaligen Arbeiterheim Holzleithen statt. Schutzbund und Heimwehr gingen in dieser schwierigen Zeit aufeinander los, mit Toten als Folge. 
 

Beim Gedenkstein vor dem ehemaligen Arbeiterheim in Holzleithen wurde der Toten gedacht. Foto: SPÖ
Beim Gedenkstein vor dem ehemaligen Arbeiterheim in Holzleithen wurde der Toten gedacht. Foto: SPÖ

84 Jahre ist es bereits her. Am 12. Februar 1934 brach der Bürgerkrieg in Österreich aus und so begann  die dunkelste Zeit in der österreichischen Geschichte. Seinen Lauf nahm alles in Linz, wo im damaligen Hotel Schiff der Schutzbund unter der Führung von Richard Bernaschek sich gegen eine Hausdurchsuchung durch die Heimwehr und Polizei wehrte. Die dort ausgebrochenen Kämpfe griffen schnell auch auf Steyr, das Salzkammergut und das Kohlerevier Hausruck über.

16 Todesopfer im Hausruck

Schauplatz im Hausruck war unter anderem das damalige Arbeiterheim in Holzleithen, wo sich bei der Erstürmung durch die Heimwehr und der Gendarmerie sechs unbewaffnete  Schutzbundsanitäter sowie Frauen und Kinder im Saal des Arbeiterheimes befanden. Bei diesen tragischen Vorfällen in Holzleithen kamen insgesamt 10 Schutzbündler ums Leben. Insgesamt fielen dieser Tragödie im Hausruck 16 Personen zum Opfer.

Jedes Jahr Mahnfeier

Um der getöteten Menschen zu gedenken, wird jedes Jahr eine Mahnfeier beim Gedenkstein vor dem ehemaligen Arbeiterheim in Holzleithen abgehalten. An diesem Gedenkstein sind auch die Namen der umgekommenen Schutzbundmitglieder auf einer Tafel angeführt. Auch heuer umrahmte die Bergknappenkapelle Holzleithen/Hausruckedt die Feier. Als Rednerin erinnerte Nationalrätin Doris Margreiter an diese schrecklichen Geschehnisse und zeigte auf, welch falsche und gefährliche Verhältnisse sich in Österreich in letzter Zeit entwickelt haben. Man soll sich solch tragische Ereignisse von damals immer in Erinnerung behalten, um jetzt und in Zukunft eine Wiederholung solcher dunklen Zeiten mit aller Kraft verhindern zu können. Freiheit und Frieden ist das höchste menschliche Gut. So steht auf der Gedenktafel über den Namen der Verstorbenen: „Wir starben für Freiheit und Recht“.


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