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BEZIRK PERG. Laut der polizeilichen Kriminalstatistik gab es im Jahr 2017 weniger Anzeigen als noch im vorherigen Jahr. Die größte Steigerung bei den Anzeigen gab es nach dem Suchtmittelgesetz.

Bezirkspolizeichef Heinrich Hochstöger zeigt sich optimistisch. Foto: mai
Bezirkspolizeichef Heinrich Hochstöger zeigt sich optimistisch. Foto: mai

Um fast fünf Prozent sind die Anzeigen im letzten Jahr zurückgegangen. Waren es 2016 noch 1920, sind es 2017 1829. Außerdem positiv ist die Zahl an aufgeklärten Fällen der Polizei. Diese ist um sechs Prozent, sprich von 1067 auf 1143, gestiegen. Damit liegen die Perger Polizisten bei einer Aufklärungsquote von 62,5 Prozent und somit über dem oberösterreichischen Durchschnitt von 58,5 Prozent. „Es ist eine reine Anzeigenstatistik und wie viele davon verurteilt wurden, ist nicht bekannt“, stellt Bezirkspolizeichef Heinrich Hochstöger fest. „Allgemein ist die Statistik keine schlechte Entwicklung zum Vorjahr“, so Hochstöger. Von vier auf zwölf Fällen ist §107b StGB gestiegen. Dieser besagt eine Gewaltausübung über einen längeren Zeitraum hinweg. Die Anzeigen der Sachbeschädigung sind zwar gesunken, allerdings ist die Zahl der schweren Sachbeschädigung angestiegen. Auch die Kriminalität im Internet ist zum Jahr 2016 um sechs Anzeigen verringert worden. Darunter fallen Betrügerein im Netz, Mobbing, Beschimpfungen oder auch Erpressung beispielsweise mit Nacktfotos.

Drogendelikte

Die Anzeigen des unerlaubten Drogenbesitzes nach § 27 SMG sind von 67 auf 108 gestiegen, das sind über 60 Prozent. Der Handel mit Suchtgift ist von zwei Fällen auf neun Fälle im Jahr 2017 angestiegen. Grundsätzlich haben Drogendelikte aber eine sehr hohe Aufklärungsquote, da das Opfer auch immer gleichzeitig der Täter ist. Der Anstieg der Anzeigen zum Vorjahr ergibt sich aus zielgerichteten Kontrollen, sprich Schwerpunktkon-trollen und dem Vortest. Auch arbeiten tagtäglich drei Mitarbeiter an der Drogenbekämpfung im Bezirk.

Personalmangel

Der Mitarbeitermangel macht auch im Bezirk Perg nicht Halt. Der Sollbestand liegt bei 90 Polizisten. Allerdings sind momentan nur etwa 76 im Einsatz. Gründe sind noch nicht nachbesetzte Pensionierungen, längeren Krankenstände oder auch Teilzeitmitarbeiter und Karenzzeiten. Nicht nur in Perg, sondern allgemein wird momentan Polizeinachwuchs gesucht und so wird es ab nächstem Jahr auch eine Polizeischule in Wels geben.


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